Sr Hochwohlgeboren / dem Herrn General / v. Menû p. / Mit Siegelspuren

Ich werde mit Ihrer Erlaubniß Welches Gemälde hier gemeint ist, konnte nicht sicher bestimmt werden. Möglicherweise handelt es sich um eine Kopie der Heiligen Familie von Raffael, von der ein weiteres Exemplar in königlichem Besitz war. 1812 war diese Teil einer Verkaufsausstellung, die der Kunsthändler Luigi Schiavonetti Unter den Linden 12 veranstaltet hatte. "Den Raffael [...] erwarb wohl Menu von Minutoli, nachdem Schiavonetti vom Staat vergeblich 600 Friedrichsdor verlangt hatte." (Robert Skwirblies: Altitalienische Malerei als preußisches Kulturgut: Gemäldesammlungen, Kunsthandel und Museumspolitik 1797-1830. Berlin/Boston 2017, S. 375). Allerdings soll die Kopie erst um 1819 von der Witwe (Schiavonetti war 1816 gestorben) an Menu von Minutoli verkauft worden sein (ebd., S. 376). Vielleicht hatte sich Minutoli schon nach dem Tod des Kunsthändlers für das Bild interessiert. - Minutoli war ein eifriger Kunst- und Altertümersammler, der als Erzieher des Prinzen Carl von Preußen auch die Kinder des Königs mit ständig neuen Erwerbungen überraschte (vgl. Harry Nehls: Späte Ehrung. Anmerkungen zum 150. Todestag von Minutoli. In: Berlinische Monatsschrift 10/1996, S. 88).
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Ihren Raphael
bey nächster Gelegenheit noch einmal in Augenschein nehmen. Nicht bekannt.
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Beykommendes Bildchen
ist niedlich, und wahrscheinlich deutsch aus der Sprangerschen Schule - 50 bis 60 reichstaler könnte es wohl gelten. Doch müßte auf einiges wenigere angetragen werden.

Hirt

den 18 Sept. 16.