Gnädigster Herr!

Da Alter und kränkliche Zustände mir iezt selten heitere Stunden vergönnen, etwas Neues mit Erfolg zu produciren; so habe ich etwas längst Geschriebenes aus meinen Papieren hervorgezogen und dem Drucke übergeben.

Ich übersende die kleine Schrift an Ew. Königliche Hoheit mit dem Lebhaften Wunsche, daß Sie und Ihre Hohe, von mir von jeher so sehr verehrte, Gemahlin dieselbe mit Nachsicht aufnehmen und durchsehen mögen. Ich habe darin die wesentlichsten Ansichten, die ich von Kunst und Alterthum habe, niedergelegt.

Der Verfaßer würde sich sehr glücklich erachten, wenn Ew. Königliche Hoheit daraus | 2 einige angenehme Erinnerungen schöpfen würden.

Es war früher meine Absicht, eine ähnliche Schrift über das hiesige In lateinischer SchriftMuseum bekannt zu machen, was aber iezt wohl andern überlaßen bleiben wird.

Mit denselben Gesinnungen von Ehrerbietung und Anhänglichkeit, die bereits vor 34 Jahren begann, verbleibe ich
Ew. Königlichen Hoheit
Meines Gnädigsten Herrn
unterthänigster

A. Hirt

Berlin / 18 May 1830.