Regest: Bezeugt in: 1796-05-21-a-GräfinLichtenau: "Ihr Brief, der mir Ihre Reise von Rom bis Ancona erzählt, war mir ein sehr angenehmer Bote. Ich begleitete Sie im Geiste an alle die intereßanten Orte hin, welche Sie mir so schön und heiter beschreiben. Die Gefahr, welche Sie liefen, an einem so steilen Abhange umgeworfen zu werden, machet wahrhaft schauderhaft; doch ist überstandene Gefahr auch nicht ohne Reiz in der Erinnerung. Leider sehe ich, daß der schöne Raphael in Loretto auch mehr Eindruck auf Sie machte, als das alte berauchte Häuschen der Madonna mit ihren Schäzen von Steinen, Silber und Gold. [...] Der gute Prinz freuet sich sehr auf den eingeseegneten Tabaksbeutel"

 

Anmerkung: Der Brief ist vermutlich identisch mit demjenigen, den Louise von Anhalt-Dessau in ihrem Tagebuch erwähnt: Nach 9 kam Hirt. Die Post hatte nichts für mich gebracht. (Er hatte einen Brief aus Ancona.)" (Ingo Pfeifer, Uwe Quilitzsch, Kristina Schlansky (Bearbeiter): Die originalen Tagebücher der Fürstin Louise Henriette Wilhelmine von Anhalt-Dessau. Auszüge aus den Jahren 1795 bis 1811. Hrsg. von der Kulturstiftung DessauWörlitz, Bd. 1, Halle 2010, S. 221: Eintrag 17. Mai 1796). Danach wäre der Brief vor dem 17. Mai 1796 zu datieren.