An Se Hochwohlgeboren / den Herrn Freyherrn / Joseph v. Lasberg p. / zu / Heiligenberg / links daneben: Via Stuttgart / und Moskirch. /22 p. / Mit Siegel und Postvermerk

Frankfurt a/M den 28 ten Jul. 1817.

Mein verehrter Herr Baron!

Es gehört zu den schönen Momenten nicht nur dieser Zu Hirts Reise nach Italien und den Niederlanden vgl. 1816-08-30-a-Böttiger; 1816-10-06-a-Böttiger; 1817-06-10-a-Hummel.
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meiner Reise
, sondern meines Lebens, Ihre persönliche Bekanntschaft gemacht zu haben. Die vielfachen Beweise Ihres freundschaftlichen Wohlwollens werden mir für immer unvergeßlich bleiben. Der Stock, den Sie mir bey unserer Trennung schenkten, ist mir ein schönes Unterpfand Ihrer wohlwollenden Gesinnungen und ersetzt mir sehr angenehm den auf der In lateinischer SchriftTour nach Basel verlorenen, welcher von treuer Hand kommend mich während 20 Jahren durch das Leben geleitete. Ich trage nun in dem selben über der ZeileIhrigen ein doppeltes Andenken.

Zur Wiedererstattung der Summe, welche Sie mir so wohlwollend darbrachten, hielt mein hiesiger Banquier für beßer, dieselbe Ihnen In lateinischer Schriftin natura durch die Post, als durch Wechsel zu übersenden. Sie werden also die mir geliehenen Unsichere Lesung: es ist sowohl „216“ als auch „210“ als Lesung möglich. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass es sich bei der letzten Zahl um ein „S“ handelt, im Sinne von „Silberflorin“, was eher den auf der Adresse vermerkten „22 f“ [oder: 22 p“?] entsprechen würde.
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216(?) fl.
durch den Postwagen frey zugesendet erhalten. Wie sehr Sie mich durch diesen Aktus verpflichtet haben, bedarf keiner Worte. - Ihnen verdanke ich Um welches Gemälde es sich handelte, konnte nicht ermittelt werden. Möglicherweise stand es in Beziehung zu der auf dem Hochaltar (s. unten) dargestellten Heimsuchung, die die Begegnung der beiden hochschwangeren Frauen Maria und Elisabeth im Gebirge zeigt. Im Hintergrund ist eine Landschaft mit Bergen, im Vordergrund sind kleine Hasen dargestellt. - Hirt muss bei seinem Besuch in Weimar im September 1817 Goethe von dem Bild erzählt haben, denn dieser schreibt am 26. März 1818 an Johann Heinrich Meyer: „In Ulm sollen nach Hirts Versicherung sich wundersame altdeutsche Dinge befinden, unter andern nennt er einen Meister Hans Baldung Grien mit großer Hochachtung, von dem er selbst ein sehr schätzenswerthes Bild acquirirt hat"; versehen mit der Anmerkung: „Doch ich irre! das Hauptbild dieses Meisters ist nicht in Ulm, sondern zu Freiburg im Breisgau“ (Goethe, WA, IV, Bd. 29, Nr. 8024, S. 105). - Hirt erwähnt das Bild in seinem Brief an Goethe von Mitte Februar 1818: er habe es mit einem Rahmen versehen und in seinem Zimmer aufgestellt, wo es ihm täglich Freude bereite. Er freue sich schon, es Goethe zeigen zu können, wenn dieser nach Berlin komme.
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das schöne Gemälde von Johann Baldung
, von dem über der Zeileich mich, wenn es einmal in Berlin glücklich angelangt seyn wird, nicht so leicht wieder trennen werde. Gemeint ist wohl der von Baldung Grien und seiner Werkstatt gestaltete Hochaltar im Freiburger Münster. Der Klappaltar zeigt als festes Mittelbild die Krönung Marias sowie auf zwei Seitentafeln die Bildnisse der Apostel. Der geschlossene Altar, bestehend aus vier Klapptafeln, zeigt die Verkündigung, die Heimsuchung, die Geburt Christi und die Flucht nach Ägypten.
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Die treffliche Heimsuchung
des genialen Meisters wird mir bey deßen Betrachtung immer vorschweben. Der liebevolle In lateinischer SchriftHug will für gute Verpackung und Übersendung besorgt seyn. Auch die Bekanntschaft dieses trefflichen Landsmannes verdanke ich Ihnen. Sein Charakter macht ihn eben so schätzenswerth, wie seine seltenen wißenschaftlichen Kenntniße. Gerne möchte ich ihn in unsere Gegenden versezt sehen, aber nicht leicht möchte ihm das freundliche Freyburg ersezt werden können. | 2

Meine Reise hieher gieng gut; nur verdarb mir der viele Regen manche schöne Ansicht, und so fühlte ich den Verlust eines angenehmen Gefährten, der mich zweymal nach Freyburg brachte, doppelt. In In lateinischer SchriftStrasburg forschte nach dem In lateinischer SchriftMartin Schoen vergeblich, und später mußte ich zu meinem großen Herzenleid erfahren, daß doch in In lateinischer Schrift Colmar In Colmar befindet sich sein Altarbild „Madonna im Rosenhag“, 1473 (heute in der Dominikanerkirche Colmar), Teile des Orlier-Altars für das Antoniterkloster und -hospital in Isenheim (heute: Colmar, Musée d'Unterlinden) und der Hauptaltar der Dominikaner (ausgeführt von seiner Werkstatt, heute: Colmar, Musée d'Unterlinden).
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seine Hauptwerke
noch aufbehalten sind. Indeßen gelang es mir doch hier
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in Frankfurt einige treffliche Werke dieses Meisters zu sehen
. In Baden brachte ich einen regnerischen Tag zu, wo es mir kaum gelang, die schönen Gegenden zu sehen. In Karlsruhe Friedrich Weinbrenner hielt sich zu dieser Zeit gerade in Berlin auf, vgl. 1817-06-10-a-Hummel.
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traf ich keinen meiner alten Bekannten
, ich sah also Friedrich Weinbrenner wirkte seit Ende 1797 (mit Unterbrechungen) in seiner Vaterstadt Karlsruhe zuerst als markgräflich badischer Bauinspektor, ab 1801 als Baudirektor, 1807 als Oberbaudirektor. 1800 gründete er eine private Bauschule. Mit der „Via Triumphalis“ gestaltete er das Zentrum der ehemals kleinen Baden-Durlachsche Residenzstadt neu. Bis 1807 baute er in Karlsruhe u.a. die Evangelische Stadtkirche (1797-1816), das Rathaus (1797-1825), die Synagoge (1798), das Markgräfliche Palais mit Gartenhaus, das Vogelhaus im Erbprinzengarten (1799-1801), das Amalienschlösschen (1799-1803), den Gotischen Turm im Garten der Markgräfin Amalie (1802/03), das Ettlinger Tor (1803-05), das Kanzleigebäude am Schlossplatz (1803-16), die Rumford'sche Suppenanstalt (1804), die Infanteriekaserne (1804-08), das Hoftheater (1804-08), einen Triumphbogen für Napoleon (1806), Neugestaltung des Botanischen Gartens (1807/08), die Katholische Kirche (1807-14), das Gasthaus „Zum Zähringerhof“ (1808/09), das Reformierte Pfarrhaus (1811), das Haus der Museumsgesellschaft (1813/14), das Gasthaus „Zum Kaiser Alexander“ (1813/15), das Gasthaus „Zum Bären“ am Marktplatz (1815), das Gasthaus „Zum König von England“ (1816), des weiteren zahlreiche Bürgerhäuser und Denkmäler. Im Bau befanden sich zu dieser Zit die Wach- und Zollhäuser des Mühlburger Tors (1817-19), das Gartenpalais der Markgräfin Christiane Louise (1817-26), das Gartenhaus der Markgräfin Christiane Louise (1817-26), der Pavillon im Gemüsengarten der Markgräfin Christiane Louise (1817-26), die Orangerie im Garten der Markgräfin Christiane Louise (1817-26) (alle Angaben sind entnommen aus: Friedrich Weinbrenner 1766-1826: Architektur und Städtebau des Klassizismus. Ausstellung der Städtischen Galerie Karlsruhe und des Südwestdeutschen Archivs für Architektur und Ingenieurbau am KIT, 27. Juni 2015 bis 4. Oktober 2015. Petersberg 2015, hier besond. S. 438ff.).
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die Gebäude von Weinbrenner
, und die Gemäldesammlung nur im Flug, um nach In lateinischer SchriftHeidelberg zu eilen. Alldort hielten mich die über alle Erwartung Die Brüder Sulpiz und Melchior Boisserée stellten ab 1804 eine Sammlung von 215 altdeutschen und altniederländischen Tafelgemälden zusammen, die sie von Ende 1810 bis 1819 in ihrem Palais am Heidelberger Karlsplatz ausstellten, danach in Stuttgart. 1827 verkauften sie die Sammlung an König Ludwig I. von Bayern. - Friedrich Karl v. Savigny schreibt am 27. Dezember 1817 an Friedrich Creuzer: „Hirt ist im höchsten Enthusiasmus über die Boissereeschen Bilder“ (Adolf Stoll: Friedrich Karl v. Savigny. Ein Bild seines Lebens mit einer Sammlung seiner Briefe. Bd. 2: Professorenjahre in Berlin 1810-1842. Berlin 1929, S. 236). - Hirt besuchte die Gemäldesammlung in der Zeit vom 17. bis 22. Juli 1817. In Sulpiz Boisserées Tagebüchern heisst es dazu u.a.: 18. Juli 1817: „Hirt. Widerspruchs-Geist. Bertram ist mit ihm auf dem Äußersten. Wunderliche Erscheinung: nicht nur Kenntnisse hat der Mann sondern auch Sinn, aber gar keinen Geist, und doch ein unablässiges Streben nach dem wozu gerade durchaus Geist gehört. Da hat solch ein Pedant ein Abstractum oder Petrefactum von Geschichte im Kopf - danach soll sich alle Geschichte beurteilen lassen! / Während wir am Mittagessen sind mit ihm, kömmt Reimer von Berlin. - 19. Juli 1817: Hirt und Reimer. - 21. Juli 1817: Kunst Notizen für Hirt. er kapituliert vollkommen gegen uns und gegen Creuzer etc. - 22. Juli 1817: Brief an Franz Brentano für Hirt. [...] Hirt teilt mir den Brief von Hummel mit“ (Sulpiz Boisserée, Tagebücher 1808-1854. Im Auftrage der Stadt Köln hrsg. von Hans J. Weitz, Bd. I, 1808-1823, Darmstadt 1978, S. 415). Nach Hirts Besuch schreibt Boisserée am 1. August 1817 aus Heidelberg an Goethe: "[...] In Bezug auf unsere Kunstbemühungen haben wir kürzlich eine ganz merkwürdige Erscheinung erlebt. Der wohlbekannte Hofrath Hirt kehrte, aus Italien kommend, bei uns ein. Wie im vorigen Herbst Hummel und Buri, so trat auch er anfangs mit den tollsten Widersprüchen gegen unsere Ansicht der altdeutschen Kunstgeschichte auf; ja er schalt jene, daß sie sich hatten überwinden lassen. / Es scheint, diese drei Herren haben in Berlin ein Triumvirat und Prävalenz der altitalienischen Kunst gebildet und sind ausgereist, um Beweise zu suchen, fanden aber gerade das Gegentheil. - Hirt als Hauptmann dieser Eidgenossenschaft hat sich's sauer genug werden lassen, er hat seit dem vorigen Sommer ganz Italien und jetzt auf der Rückreise das ganze südliche Deutschland in dieser Hinsicht durchreist. / In Italien, besonders in Venedig, wo er einige Gemälde von Antonella da Messina u. a. sah, überzeugte er sich freilich schon von dem entschiedenen großen Einfluß der Altniederländer aufs Colorit und Ausführung der Italiener; und in Wien, wo er einige altniederländische Werke mit Inschriften antraf, kam seine vorgefaßte Meinung noch mehr ins Gedränge. Indessen ein zäher Pedant, wie er ist, konnte er sich von seinem System der Kunstgeschichte, welches auf eine wahre Schachtelentwicklung hinaus läuft, immer noch nicht loswinden, und suchte überall nach untergeordneten und weniger bekannten Meistern, in der Hoffnung, sich so irgend Hülfsgründe zusammenzuflicken. / Diese Hoffnung nun sollte ihm bei uns vereitelt und überhaupt sein ganzes Gedankengedrechsel zu Grunde gerichtet werden. Je mehr nämlich einerseits alles seine Erwartung übertraf, was wir ihm vorsetzten, und je mehr er die Vortrefflichkeit und Herrlichkeit dieser Kunstwerke bewunderte, desto weniger wollte er sich mit der bloßen Betrachtung, worauf wir ihn wiederholt verwiesen, beruhigen, sondern er zwang uns durch sein ewiges Klagen über die Frühzeitigkeit der Entwicklung und durch sein Auskramen von allerlei vermeinten Gegengründen ihm die wahre historische Ansicht gleichsam einzubläuen. / Aus der italienischen Kunstgeschichte konnte er mir nichts vorbringen, worauf ich nicht schon durch meine Forschungen vorbereitet war, vielmehr that ich ihm noch manches Herzeleid an mit Nachweisungen bedeutender Sachen, die er unbeachtet gelassen. In Rücksicht der oberdeutschen Kunst ging es ihm nicht besser; ja hier wurde es sogar possierlich, denn er hatte sein ganzes Heil auf einen mit Joh. van Eyck sehr verwandten Maler der mittlern Klasse gesetzt, Namenes Fritz Herlein von Nördlingen, und wie wir jetzt hintennach hören, hatte er ihn unterwegs bereits als deutschen Raphael proclamirt. Dieser sollte ihm zu seinem ὑστερον προτερου dienen. Aber unglücklicherweise kannte ich nicht nur die Werke, sondern auch einige feste Zeitbestimmungen von der Geschichte dieses Meisters, woraus sich ergibt, daß er nicht ein Vorgänger, sondern ein Schüler und größtentheils Copist des Eyck war, dessen Compositionen er fast immer und nur mit Vermeidung desjenigen beibehalten, was bei seinem untergeordneten Talent der Ausführung ohnehin ganz fruchtlos gewesen wäre, nachzuahmen. Das hübscheste jedoch ist, daß wir von zweien der Nördlinger Gemälde die Eyck'schen Vorbilder besitzen. Genug, Meister Herlein ist derjenige, durch welchen sich der schon bei Martin Schön und Wohlgemuth erkennbare Einfluß der Eyck'schen Schule auf die oberdeutschen Maler am allerdeutlichsten offenbart. / Als nun unser antiquarischer Bär sah, daß ihm alle seine Nothwehr nichts half, so fing er an, sein Confiteor zu beten: wie er das kölnische Dombild bloß nach Copien beurtheilt und in Berlin für italienisch erklärt, wie er aber jetzt, nachdem, was er vom selbigen Meister bei uns sehe, in Italien nichts ähnliches kenne, wie er gleichfalls das Danziger Bild in Berlin bloß nach seinen veralteten italienischen Erinnerungen beurtheilt habe u. s. w.; er las mir dann den Brief von Hummel vor, worin dieser ihm schrieb, daß er und Buri sich in den Niederlanden vollends von der Richtigkeit unserer Ansicht überzeugt hätten; und so schloß endlich der Bußfertige mit der Versicherung, es sey ihm zwar eine große Qual, aber er müsse sein System fallen lassen, er finde, die Sache verhalte sich gerade umgekehrt: die altniederländische Kunst statt, wie er geglaubt, der gleichzeitig italienischen nachzustehen, sey dieser bis zum Leonardo und Raphael, besonders im Optischen und eigentlich malerischen Theil so außerordentlich überlegen, daß man es nicht hoch genug rühmen und preisen könne. Dieß feierliche Geständniß legte er unaufgefordert auch seinen übrigen hiesigen Bekannten ab, und reiste dann, nachdem wir ihn gehörig mit Notizen ausgestattet hatten, zur weitern Belehrung nach den Niederlanden. / Ich kann nicht läugnen, die Ungläubigkeit und Widerspenstigkeit, welche die Herren gegen die von Ihnen doch so trefflich entwickelte Wirkung des Genie's von Joh. v. Eyck gezeigt, wird mir eine wichtige Lebenserfahrung bleiben. Indessen hat die kleine Rebellion dadurch, daß sie die Sache unter den deutschen und selbst italienischen Kunstfreunden noch mehr zur Sprache gebracht, offenbar heilsame Folgen. Wir wir dann auch andererseits aus dem, was die seit kurzem häufig von Italien her zu uns kommenden Bekannten über das Bestreben der dortigen deutschen Künstler nach einer bessern Technik sagen, einen glücklichen Einfluß Ihres ersten Hefts entnehmen. - Die Disputation mit Hirt hat mich überzeugt, daß nun für die Bestimmung des Verhältnisses zwischen der niederdeutschen und oberdeutschen Kunst kein wesentlicher Punkt mehr fehlt. [...]". (Original im GSA Weimar, 28/206,2 St. 38; zitiert nach: Sulpiz Boisserée. Zweiter Band: Briefwechsel mit Goethe. Stuttgart 1862, S. 184-186). - Friedrich Creuzer schreibt über Hirts Aufenthalt in Heidelberg am 10. September 1817 an Friedrich Münter: "Wir haben seit dem Spätsommer sehr viele Fremde hier gehabt [...]. Besonders angenehm und lehrreich war mir auch die nähere Bekanntschaft mit dem Herrn Hofrath Hirt von Berlin, der auf seiner Rückreise aus Italien sich mehrere Tage bei uns aufhielt. Er hat mir manches von den Aeginetischen Bildwerken erzählt, die jezt eben für den Kronprinzen von Baiern in Rom restaurirt werden." (Friedrich Münter, Briefwechsel, Bd. V, S. 186).
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schönen Gemälde der Brüder In lateinischer SchriftBoiserée
sehr schadlos. Ich brachte acht Tage bey ihnen zu. Die herrliche Lage des Das Heidelberger Schloss wurde Ende des 17. Jahrhunderts zerstört und in der Folgezeit nur teilweise restauriert. Anfang des 19. Jahrhunderts konnte die Absicht der badischen Regierung, die Ruinen abtragen zu lassen, verhindert werden. Die Schlossruine wurde zur Projektionsfläche romantisch-nationaler Begeisterung.
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ruinirten Schloßes
gehört zu den Intereßantesten. Von da gieng mein Weg über In lateinischer SchriftManheim , In lateinischer Schrift Worms , In lateinischer SchriftDarmstadt hieher, wo ich seit drey Tagen weile, und über morgen geht die weitere Reise den Rhein abwärts. Vgl. 1817-06-10-a-Hummel.
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Der Reisegefährte
, der mich hier erwarten, und nach den Niederlanden begleiten wollte, Brief erschlossen: [1817-07-vor28x-v-Endell]
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hat mir abgeschrieben
. In In lateinischer Schrift Hanau suchte ich Hirt hatte sowohl Auguste von Hessen-Kassel wie auch Wilhelmine von Oranien-Nassau, zu dieser Zeit bereits Königin der Niederlande - beides Schwestern des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. - bei deren Aufenthalten in Berlin in Kunstgeschichte und Archäologie unterrichtet.
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meine Gönnerin, die Churprinzeß von Hessen, vergeblich auf. Sie hatte diesen Sommer auch eine Reise nach den Niederlanden gemacht, um die Königin, ihre Schwester, zu besuchen
.

Sie werden die an sich unbedeutende antike In lateinischer SchriftGemme, welche ich schon in Freyburg für Sie bestimmt hatte, die aber zum Herausholen zu tief in meinem Koffer lag, und nun dem Geldpaket beygefügt ist, als einen geringen | 3 Beweis meiner Hochachtung und Freundschaft für Sie annehmen. Für einen Forstmann wird das Bild darauf nicht unpaßend seyn.

Laßberg hatte 1812 das Schlossgut Eppishausen in Erlen im Thurgau erworben, auf das er sich nach seiner Pensionierung 1817 zurückzieht. Seitdem wählte er das Pseudonym „Meister Sepp von Eppishusen“, legte eine große Literatursammlung an und führte einen ausgedehnten Briefwechsel, u.a. mit Jakob Grimm, Ludwig Uhland, Gustav Schwab und Karl Lachmann. 1838 kauft er die Burg Meersburg am Bodensee und siedelt mit seiner Familie im September 1838 dorthin über.
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Sie wollen sich nun in die freie Schweiz zum Genuß einer philosophischen Ruhe zurückziehen.
Mögen Sie diese lange und zufrieden genießen! - Ich gebe die Hoffnung nicht auf, Sie dereinst noch zu sehen, sey es daß Sie sich selbst einmal zu einer Reise nach unsern Nordgegenden entschließen, oder mein gutes Schicksaal will, daß ich die freundlichen Umgebungen des Bodensees, die mir von Jugend her noch erinnerlich sind, noch einmal werde besuchen können.

Leben Sie wohl, und gedenken Sie manchmal
Ihres dankbar ergebensten
Hirt.