Regest: Bezeugt: Johann Gottfried Herder an Karoline Herder, Rom, 4. November 1788: "[...] Ich [...] war eben auf der Straße, um nach der Villa Pamfili und der Verklärung Raphaels mit Hirt zu gehen, als ich ein Billet von ihm eines sonderbaren Inhalts erhielt. Er beschwerte sich nämlich über meine unerklärliche Art, mit ihm zu existiren, wobei wir alle zu Grund gehen müßten, u. s[o] f[ort]. Er sinne alle Augenblicke drauf, mir Freude zu machen. (NB: seit der Endigung oder vielmehr dem Abbrechen unsres elenden Cursus waren wir völlig getrennt, und hingen blos durch den jämmerlichen Tisch an einander: er fuhr mit der Seckendorf[f] aus, und war ihr Demonstrator, ohne mir je einen Antrag zu thun mitzufahren.) Sobald der Banquier in die Stadt käme, fuhr er fort, wolle er mir die verlangte Summe Geldes auf einmal zustellen u. s[o] f[ort]. (Ich bringe dies Billet wie alle mit.) [...] Das war Donnerstag den 30. October." (Herder, Briefe, hrsg. von Günter Arnold, Bd. 6, S. 76).

 

Anmerkung: