Berlin den 7 ten August 1801.

Bey Gelegenheit der August Wilhelm Schlegel, der sich in Berlin aufgehalten hatte, schreibt nach seiner Rückkehr am 14. August 1801 aus Jena an Goethe: „Endlich bin ich nach einer langen Abwesenheit wieder hier eingetroffen [...] Ich bringe verschiednes mit, um Ihnen meine Ankunft interessanter zu machen: einen Brief oder kleines Packet vom Hofrath Hirt nebst einer kleinen antiken Bronze [...]“ (Digitale Edition der Korrespondenz August Wilhelm Schlegels (http://august-wilhelm-schlegel.de/briefedigital/; abgerufen am 02.05.2016). Schlegel hielt sich am 31. August und 1. September 1801 in Weimar auf. - In Berlin hielt Schlegel von 1801 bis 1804 die Vorlesungsreihe "Über schöne Literatur und Kunst" und zog von Jena nach Berlin.
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Abreise des H. R. Schlegel
bin ich so frey, Ihnen In Christian Schuchardts Verzeichnis von "Goethe's Kunstsammlungen", Teil 2, Jena 1848, sind S. 9ff. "Bronze-Figuren und Reliefs" aufgeführt, darunter 79 "Griechisch-Römische Bronze-Figuren". Um welche es sich handelt, konnte nicht ermittelt werden; auszuschließen sind aber wohl die genau bezeichneten, eine mythologische Person darstellenden Werke. Zu denken ist eher an kleine Objekte wie "Abgebrochenes Köpfchen einer weiblichen Figur. ½ Z. gr." (Nr. 81) oder "Schwanartiger Vogel ohne Füsse. ½ Z. hoch" (Nr. 79) oder Ähnliches. - Goethe bedankt sich mit Schreiben vom 11. Oktober 1801.
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eine kleine Bronze
für Ihre Sammlung zuzusenden. Ich fand sie von ungefähr hier, und ich hoffe, daß Sie ihr gern einen Plaz unter Ihren andern Sachen gönnen werden. Ich sammle selbst nicht, und freue mich, diese Kleinigkeit in Hände kommen zu laßen, wo schon so manches andere Gute ist.

Zugleich lege ich einen Aufsaz über der Zeilebey, der für das nächst zu erscheinende Heft des hiesigen Baujournals abgedruckt worden ist.

Ich wünsche herzlich, Goethe hatte sich vom 13. Juni bis 17. Juli 1801 zur Brunnenkur in Pyrmont aufgehalten. Nach längeren Aufenthalten auf der Rückreise u.a. in Göttingen, Kassel und Gotha traf er am 30. August wieder in Weimar ein. Böttiger schreibt am 3. September 1801 an J. F. Rochlitz: "Goethe ist erst seit 5 Tagen von Cassel und Göttingen zurück und jetzt gesund wie ein Fisch im Wasser" (Grumach: Goethe Begegnungen und Gespräche, Bd. V, 1985, S. 168).
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daß die Nymphe von Pyrmont das ihrige beygetragen haben möge, um Ihre Gesundheit auf viele Jahre zu befestigen
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Wie wir hier leben, und was sonst hier treiben, wird Ihnen H. Schlegel wohl mündlich sagen –

Hirt.