Regest: Bezeugt in: Ingo Pfeifer, Uwe Quilitzsch, Kristina Schlansky (Bearbeiter): Die originalen Tagebücher der Fürstin Louise Henriette Wilhelmine von Anhalt-Dessau. Auszüge aus den Jahren 1795 bis 1811. Hrsg. von der Kulturstiftung DessauWörlitz, Bd. 1, Halle 2010, S. 305: Eintrag 29. Juni 1797: „DIE POST HATTE MIR NUN ENDLICH DEN BRIEF ÜBER ALTENBURG VON H[IRT] gebracht, der am 17ten schon aus B[erlin] abgeschickt worden. Da ich aber schon den verlangten Brief poste restante nach Leipzig gesandt hatte, konnte ich nichts thun als abwarten.“ - Eintrag 21. Juni 1797: "[...] und nun blieb uns nichts übrig, als ihn [Matthisson] weiter und mir nach Leipzig zurück zu reisen MIT DER ANGST IM HERZEN, HIRTENS BRIEF ODER IHN SELBER ZU VERFEHLEN. MIT TIEFEN ZERREISSENDEN GEFÜHL SCHIEDEN WIR AUSEINANDER UND M[ATTHISSON] FUR NOCH VOR MIR AB NACH JENA und ich wohl zwey Stunden später nach Borna und von da noch Laipzig". - Eintrag 22. Juni 1797: „Ich bekam Briefe aus Dessau, aber nicht DEN ERSEHNTEN. Doch Freytag früh […] erhielt ich den Brief VON H[IRT] AN M[ATTHISSON], aus welchem ich ersahe, man würde 25ten oder 26ten aus Berlin abgehen und dieses Mal über Wittenberg, Leipzig und nicht nach W[örlitz]. Doch hätte man man auch mir geschrieben außführlicher und wünsche auf alle Weise ein Brief poste restante in Leipzig vorzufinden.“

 

Anmerkung: Die in Versalien wiedergegebenen Textpassagen sind im Tagebuch der Fürstin chiffriert.