An S e Königliche Hoheit / den Kronprinzen / Mit Siegel / Von späterer Hand hinzugefügt: "No= 8."
Gnädigster Herr!

Es tritt der besondere Fall ein, daß ich, als ein schulgerechter Katholik, mich für einen evangelischen Candidaten der Theologie, Hirt wohnte im Haus der Familie Mila.
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der täglich gegen mich disputirt
, bey Ew. Königlichen Hoheit verwenden soll.

Dieser In lateinischer SchriftCandidatus ist In lateinischer SchriftMax Mila , Sohn des Justizrathes In lateinischer SchriftMila hier.

Max Mila ging 1818 vom Friedrichwerderschen Gymnasium ab.
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Abgegangen vom In lateinischer SchriftGymnasio
mit dem Zeugniß N o I studirte er hier anfänglich die Rechte. Allein aus Eifer zur Verbreitung des Christenthums gieng er zur In lateinischer SchriftTheologie über, Mila studierte zuerst an der Berliner Universität, seit Oktober 1820 in Halle und 1821 bis 1822 in Breslau Theologie (vgl. 1820-09-01-a-Böttiger: Sachanmerkung)
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welcher er sich vier Jahre theils an der hiesigen, theils an der In lateinischer SchriftUniversität zu Breslau widmete
. Dann war er als außerordentliches Mitglied anderthalbjahr in dem Prediger In lateinischer SchriftSeminarium zu In lateinischer Schrift Wittenberg , um sich zugleich gründlich in allen Theilen des Predigeramtes und der Seelsorge praktisch zu unterrichten. Sein Betragen und sein wißenschaftliches Streben war so, daß er von dem dortigen In lateinischer SchriftDirectorium dem geistlichen In lateinischer SchriftMinisterio ausdrücklich empfohlen ward. Iezt befindet er sich hier, um sein leztes In lateinischer SchriftExamen für das Predigeramt zu bestehen.

Nun tritt die Erledigung einer kleinen Pfarrstelle auf dem Lande - im Betrage von | 2 3-400 reichstaler - ein, Max Mila erhielt die Pfarrstelle in Schwanebeck, ging allerdings bereits 1826 als Pfarrer nach Mützenow (Po.), wurde 1828 Archidakon in Cammin und dort 1836 erster Domprediger und Superindentent. Ab 1849 war er als Pfarrer in Brietzig (Po.) tätig, wo er am 1.10.1866 emeritiert wurde.
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welche er gerne zu haben wünschte
. Das Dorf heißt Schwanebeck zwey Meilen von Berlin auf dem Wege nach In lateinischer SchriftBernau . Der freundliche Ort ist für ihn besonders einladend. Die Stelle ist königlich, und wird von der Regierung zu Potsdam vergeben. Der Ab 1825 war Friedrich Magnus von Bassewitz Oberpräsident der Provinz Brandenburg. Als Oberpräsident präsidierte er auch im Königlichen Konsistorium Brandenburg in Berlin, das für Kirchen- und Schulsachen zuständig war und damit auch für die Berufung und Versorgung der Geistlichen.
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Oberprasident
hat hierauf besonders Einfluß.

Der Geheime Rath In lateinischer Schrift Ancillon hat versprochen, sich auch für den Candidaten Als früherer Erzieher des Kronprinzen hatte er starken Einfluss auf denselben.
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bey Ew. Königlichen Hoheit zu verwenden
. Karl von der Groeben war seit 1817 Chef des Stabes des VI. Armee-Korps in Breslau, wo er 1823 zum Oberst befördert wurde. Er stand dem Kronprinzen nahe, dessen erster Adjutant er 1829 wurde. Von der Groeben war stark religiös und gehörte dem Kreis der schlesischen Erweckungsbewegung in Breslau an. 1832 sowie 1834-1847 fungierte er als Vizepräsident der Preußischen Haupt-Bibelgesellschaft.
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Dem Herrn Grafen von In lateinischer SchriftGroeben ist er von In lateinischer SchriftBreslau her bekannt
.

Ich meinerseits wünschte, diesen rüstigen jungen Theologen etwas vom Halse zu haben, damit er mich nicht am Ende von der allein seligmachenden römischen Religion abwendig mache; und daher bitte ich Ew. Königliche Hoheit, so viel ich bitten kann, daß er, wenn es sich thun ließe, die kleine Stelle erhielte.

Ungern belästige ich Ew. Konigliche Hoheit durch Bitten; indeßen konnte ich innerhalb der Zeilemich über der Zeilenicht entziehen, mich für einen jungen Mann zu verwenden, deßen Bildung von Jugend an mir am Herzen lag, und mit deßen Studien und Betragen ich von jeher Ursache hatte zufrieden zu seyn. An einen Unwürdigen Ew. würden Ew. Konigliche Hoheit | 3 Ihre hohe Gnade nicht verschwenden; - und zur unsäglichen Freude würde es ihm gereichen, wenn er dies Bittschreiben an Ew. Königliche Hoheit persönlich zu übergeben die Gnade haben könnte.

Ewer Königlichen Hoheit,
meines gnädigsten Herren
unterthänigst ergebner
Hirt

Berlin den 13 ten August / 1825.