Regest: Bezeugt in: Tagebuch der Fürstin Louise von Anhalt-Dessau: Eintrag 1. Januar 1797: "Ich schrieb am Vormittag gleich AN HIRT [...]" (LHASA, Abt. Dessau, A 9 e Nr. 15 (5)).

 

Anmerkung: Am Tag zuvor hatte die Fürstin ihrem Tagebuch anvertraut: "31ter, Sonnabend: Da ist er auch vorüber, der letzte Tag in diesem Jahre - O! welch ein Jahr, Gott am Ende des vorigen entspann sich schon Krise DER MASEN, DER EIGENTLICH IN MEIN INNERSTES VERWEBT mir Todt und Leben bringt. O, Allwißender, bin ich am Ende? MUS DIE LIEBE IN MIR sTERBEN FINDE ICH'S ALSO NICHT WIEDER IN HIRT DAS WESEN, WELCHES ER WAR, DAS MICH LIEBT! Doch Beweiß genug, daß ER MICH NICHT SO GANZ LIEBT, weil ich auch! IHM UNENTBEHRLICH BIN UND IHM WOHL UND FREUDEN SEIN KANN OHNE MICH. O gott, gibt es kein Licht für diese Dunkelheit - gieb mir Gewißheit und dann richte Kraft und Hoffnung auf! UND LAS MICH FEST ERGREIFEN ERST FINDEN, WORIN ICH MICH HALTEN KANN." (Zitiert nach: Ingo Pfeifer, Uwe Quilitzsch, Kristina Schlansky (Bearbeiter): Die originalen Tagebücher der Fürstin Louise Henriette Wilhelmine von Anhalt-Dessau. Auszüge aus den Jahren 1795 bis 1811. Hrsg. von der Kulturstiftung DessauWörlitz, Bd. 1, Halle 2010, S. 293: Eintrag 31. Dezember 1796). - Die in Versalien wiedergegebenen Textpassagen sind im Tagebuch der Fürstin chiffriert.