Regest: Bezeugt in: Ingo Pfeifer, Uwe Quilitzsch, Kristina Schlansky (Bearbeiter): Die originalen Tagebücher der Fürstin Louise Henriette Wilhelmine von Anhalt-Dessau. Auszüge aus den Jahren 1795 bis 1811. Hrsg. von der Kulturstiftung DessauWörlitz, Bd. 1, Halle 2010, S. 308: Eintrag 19. Juli 1797: „Ich bekam noch von Olb[erg] ein Bothen und Einlagen, wo H[IRT] MIT ZWO KALTEN WORTEN MIR SAGT, ER WÜRDE NACHMITTAG AUCH IN L[UISIUM] SEIN. [...] wenig, nach 3 uhr, [...] meldete Sonntag [= der Kutscher der Fürstin] mir H[irt] UND ICH SAHE IHN WIEDER. ABER GOTT UNBESCHREIBLICH WAR MIR DES WIEDERSEHENS EINDRUK. ES WAR FREUDE WOHL ABER MEHR WEMUTH ALS FROHEIT - SEINE REDEN SEINE BLIKE WARENS NOCH ABER ÄLTER FAND ICH IHN GEWORDEN; das Haar war vergangen von der Stirn UND ALS ER MIR FOLGENDS SAGTE, DIE RITZ SEI SEINE FREUNDINN UND ER IHR FREUND, DA ERWIDERTE ICH MANCHES wie das doch unmöglich sey, daß beyde in ein Herz wohnen könten. ER SAGTE ZWAR AUF VERSCHIEDENE WEISE und dann wurde Verschiedenes geredet. ER BLIEB HERZLICH UND ICH LIEBE ZUSEHR, UM WANN SEINE GEGENWART MICH BEZAUBERT ABBRECHEN ZU KÖNNEN."“

 

Anmerkung: Die in Versalien wiedergegebenen Textpassagen sind im Tagebuch der Fürstin chiffriert.