Regest: Bezeugt in: Friedrich Eggers: Christian Daniel Rauch. Bd. 2, Berlin 1878, S. 265-266: "Dem Hofrath Hirt scheinen die Bemühungen Wolff's und Ingenheim's über den Kopf zu wachsen. Er schreibt dem letzteren, daß man in Berlin fortan nur Skulptur-Werke kaufen würde, welche man selbst dort gesehen habe."

 

Anmerkung: Zur Datierung: Unbestimmt; nach Eggers lediglich auf das Jahr 1826 zu datieren. - Zum Kontext: Bezieht sich auf die Ankäufe, die Emil Wolff im Auftrag Rauchs in Italien tätigte: "Während Graf Ingenheim sich noch in Rom aufhielt, hatte Wolff auch eine ganze Anzahl von Gipsabgüssen auf Rauchs' Veranlassung angekauft [...]. Er machte weitere Vorschläge für den Ankauf von Abgüssen des Apollo Belvedere, Kapitäle und Zierrathen vom Vesta-Tempel, des Diskuswerfers, der kapitolinischen Venus und der Amazone des Kapitols. Außerdem kontrolirte er alle in Rom und dessen Umgebung vorgenommenen Ausgrabungen, theils um alle gefundenen, scheinbar unbrauchbaren Marmor-Fragmente sofort für Rauch anzukaufen, der für die demnächst vorzunehmenden Restaurationsarbeiten mehr oder minder verwitterten Marmor brauchte, theils um schleunigst über die Funde zu berichten und etwaige Ankäufe zu befürworten. So zählt er die ergiebigen Resultate der Ausgrabungen auf, welche die Herzogin von Chabley in der Nähe der Kirche domine quo vadis, Vescovali bei Santa Lucia in felce und in Cività Castellana, Bröndstedt in Palestrina, die man ferner auf dem Palatin, im Sabiner Gebirge beim Lago di Fucino und in den Thermen des Caracalla vornahm, und meldet außerdem, was aus dem Palazzo Barberini, Chigi, Mattei käuflich zu haben ist." (Eggers, a.a.O., S. 265).