Regest: Bezeugt in: Ingo Pfeifer, Uwe Quilitzsch, Kristina Schlansky (Bearbeiter): Die originalen Tagebücher der Fürstin Louise Henriette Wilhelmine von Anhalt-Dessau. Auszüge aus den Jahren 1795 bis 1811. Hrsg. von der Kulturstiftung DessauWörlitz, Bd. 1, Halle 2010, S. 308: Eintrag 20. Juli 1797: „GOTT WELCH NACHT, WELCH EIN TAG! NUN GING ERST ALLES DURCH MEINE SEELE. - ALSO BIN ICH NICHT ALLEIN IN SEINEM HERZEN - BIN VIELLEICHT NICHT SEIN EINZIGES WIEN. - ER NENNT MICH SO, ABER WO SIND DIE BEWEISE? NUN IST ER HIER, KANN DAS SO GEDULDIG ERTRAGEN, MICH NICHT ZU SEHEN, BLEIBT FROH UND IST FÜR ALLE WIE FÜR MICH JEZT UND MEHR / UND DIESE DREIVIERTEL JAHRE, WAS HATTE ICH DA VON IHM. / GOTT DU WEIST WIE SCHREKLICH ICH LITTE. ... ich blieb allein UND SCHRIEB UND WAR GANY KRANK. Gegen Abend ward mir wohler als ich einige Zeilen an ihn geschrieben hatte und etwas im Garten gegangen.“

 

Anmerkung: Die in Versalien wiedergegebenen Textpassagen sind im Tagebuch der Fürstin chiffriert. - Der Brief ist während Hirts Aufenthalt in Wörlitz geschrieben.