Ew. Wohlgeboren

habe ich hiemit die Ehre, das Nichts Weiteres dazu ermittelt.
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Kästchen mit den 35 In lateinischer SchriftGemmen
zugleich mit den Abgüßen, Möglicherweise Dorows Schrift "Opferstätten und Grabhügel der Germanen und Römer am Rhein. Erstes Heft. Wiesbaden 1819".
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das Buch über In lateinischer Schrift Cleve
, und Ihre zwey ersten Hefte Wilhelm Dorow: Morgenländische Alterthümer. 2 Hefte [Heft 1: Die assyrische Keilschrift erläutert durch zwei noch nicht bekannt gewordene Jaspis-Cylinder aus Niniveh und Babylon, begleitet mit dem Nachstiche des vom Abte Lichtenstein herausgeg. Cylinders, und dem genauen Abdrucke einer alten Tibetanischen Handschrift in schönen Utschen Charakteren, nebst einer Abhandlung des Prof. Grotefend u. erläuternden Briefen der Prof. Heeren, Creuzer, Bar. Silvestre de Sacy u.a.; Heft 2: Die indische Mythologie erläutert durch noch nicht bekannt gewordene Original-Gemählde aus Indien; begleitet mit dem Abdrucke eines noch unbekannten bronzenen Götzenbildes und Priesters mit sonderbaren Charakteren, nebst einer Abbildung der merkwürdigen Figur unter den altpersischen Trümmern bei Murghab und der dazu gehörenden Aufschrift in keilförmigen Schriftzügen]. Wiesbaden 1820-1821. - Vgl. auch: Morgenländische Alterthümer. Herausgegeben von Dr. Dorow. [Beurtheilt von J. G. Rhode]. (Aus den Jahrbüchern der Literatur besonders abgedruckt.) Wien, gedruckt bey Carl Gerold, 1821.
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morgenländischer Alterthümer
zurückzusenden, Brief erschlossen: [1822-08-vor05-v-Dorow].
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und Ihnen für Ihre Mittheilung und Ansicht zu danken.

In Rücksicht des In lateinischer SchriftSerapis bleibe ich bey der Meinung, daß zwar der Stein antik, aber In lateinischer Schriftretouchirt durch eine andere Hand zu seyn scheint. -

Die Nachrichten über Cleve waren mir schon früher bekannt. In den morgenländischen Heften habe ich alles nachgelesen, Gemeint ist ein persisches Zylinder-Siegel des Königs Urzana aus Chalzedon aus Dorows Sammlung. Das 4,85 cm x 2,2 cm große Siegel zeigt einen vierflügeligen Genius als Tierbezwinger zwischen zwei Straußen sowie eine Keilschrift und ist im 1. Heft der "Morgenländischen Alterthümer" (S. 13-17) abgebildet und von Dorow wie folgt beschrieben: "Der Cylinder, welchen ich besitze, und der hier zum erstenmal bekannt gemacht wird, ist 1 Zoll 10½ Linien hoch und hat 10¼ Linien im Durchmesser rheinisch Maas. Auf Tab. I. Fig. 1. befindet derselbe sich in natürlicher Größe. Es ist ein an den Enden halb durchscheinender, ins röthliche fallender Jaspis, (Jas-Achat?), von ausgezeichneter Härte". In der abgebildete Figur sieht Dorow den persischen Gott Ormuzd. Der Beschreibung Dorows schließen sich weitere Erklärungsversuche verschiedener bedeutender Gelehrter in Form von Briefen an: Beilage A. Brief des Professors G. C. Braun in Mainz. 3. November 1819 (S. 15-17, zum Erwerb des Siegels und der tibetischen Handschrift); Beilage B. Zwei Briefe vom Hofrath und Professor Heeren in Göttingen (S. 18-19, 23. November 1819 [1. Brief] und 6. December 1819 [2. Brief]); Beilage C. Auszug aus einem Briefe des Hofraths und Professors Fr. Creuzer in Heidelberg. 23. December 1819 (S. 20); Beilage D. Brief des Herrn Sandberger in Wiesbaden. 27. November 1819 (S. 21-22); Beilage E. Erläuterungen über einige babylonische Cylinder mit Keilschrift von Professor G. F. Grotefend (S. 23-56); Beilage F. [Brief von Silvestre de Sacy, 22. Januar 1820] (S. 57-58). - Dorow hatte seine Abhandlung und einen Schwefelabguß des Zylinders am 7. März 1820 an Goethe gesandt (vgl. Goethes Antwort vom 19. April 1820, WA IV, Bd. 32, Nr. 215; vgl. "Kunst und Alterthum" III, 1, 186). - "Im Jahre 1825 hatte Dorow seinen Zylindersiegel an das Koninklijk Penningkabinet in Leiden, der umfangreichen staatlichen Münzsammlung der Niederlande, vormals das Cabinet Royal des Médailles in Den Haag, verkauft. Erworben hatte er ihn durch Vermittlung des Professors G. C. Braun aus Mainz von den Erben des Grafen Joseph von Schwachheim, der als K. K. bevollmächtigter Minister des Wiener Hofes Gesandter an der Pforte in Konstantinopel war und über eine umfängliche Sammlung orientalischer Manuskripte und Antiken verfügte" (zitiert nach: Volker Haas: Notizen zu den Anfängen der Erforschung der altorientalischen Glyptik am Beispiel des Siegels des Urzana, des Königs von Musasir. In: Fundstellen: Gesammelte Schriften zur Archäologie und Geschichte Altvorderasiens ad honorem Hartmut Kühne. Hrsg. von Dominik Bonatz, Rainer Ml. Czichon und F. Janoscha Kreppner. Wiesbaden 2008, S. 371-380; hier S. 374 f.).
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was von Verschiedenen über Ihre intereßante Walze gesagt ist
; und da so viele wichtige Männer so viel Wichtiges darüber | 2 gesprochen haben, darf ein Laye wie ich, nichts weiter beyfügen. Da ich das erstemal Ihre Walze zu Gesicht bekam, so schien mir nach meiner frühern Beobachtung: daß nämlich die Perser die ihnen unterworfenen Provinzen oder Völker durch fabelhafte, das ist: zusammengesezte Thierfiguren symbolisirten - auch hier eine solche Symbolisirung vorgestellt zu seyn: welche? - entweder die Unterwürfigkeit von In lateinischer SchriftLibyen , und In lateinischer SchriftÄthiopien (wo es Straußen giebt) oder aber was mir wahrscheinlicher ist, über der Zeilevon In lateinischer SchriftMesopotamien ; - und im letztern Sinn fällt einem leicht ein: daß die beiden Strauße die Symbole der beiden großen Flüße - In lateinischer Schrift Euphrates und In lateinischer SchriftTigris - seyn möchten, welche das Land einschließen. Der geflügelte, siegreiche, Staatsgenius des Perserreiches beherrscht beide Flüße mit starkem Arm, und verbreitet über der Zeilenun seinen Schutz (unter | 3 seiner Flügel Schuz) über das eroberte Reich, die reichste aller In lateinischer SchriftKatrapien der Perser. - Doch wie gesagt - dies war ein erster Einfall, dem ich durch keine nähere Forschung nachgieng, und den ich auch nicht näher mit Gründen zu unterstützen wüßte.

Die vierflügelige Figur mit der ägyptischen Krone ward mir zuerst durch Ker Porter: Travels in Georgia, Persia, Armenia, Ancient Babylonia etc. etc. during the years 1817, 1818, 1819, und 1820: with numerous engravings of portraits, costumes, antiquities, etc. 2 Bde., London 1821-1822. - Die Beschreibung der Figur sowie eine Abbildung finden sich in Bd. 1, S. 492-493. - Porter hatte zuvor bereits mehrere Reisebeschreibungen von Portugal und Spanien (1809) und von Russland und Schweden (1809, 1815) veröffentlicht.
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die neueste Reise des In lateinischer SchriftKer In lateinischer SchriftPorter
bekannt, da mir A Journey through Persia, Armenia, and Asia Minor to Constantinople, in the Years 1808 and 1809. London 1812. (auch: Voyage en Perse en Arménie, en Asie mineure et à Constaninople fait dans les années 1808 et 1809 par Jacques Morier sécrétaire d'Ambassade à la Cour de Perse. Traduit de l'Anglais. Paris 1813). - A Second Journey through Persia, Armenia, and Asia Minor to Constantinople, between the Years 1810 and 1816. London 1818. (auch: Second Voyage en Perse, en Arménie et dans l'Asie mineure fait de 1810 à 1816 par Jacques Morier, sécrétaire de la dernière ambassade et Ministre plénipotentiaire près de la cour de Perse. Traduit de l'Anglais. T. II, Paris 1818).
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die zweyte Ausgabe der Reise Moriers
nicht zu Gesicht kam. Aber mir ist das Auffinden dieser Figur zu Pasargadae ein schlagender Beweis, daß hauptsächlich Aegyptische Künstler an den Denkmälern Persiens arbeiteten, worüber ich mich schon früher näher äußerte, theils in meiner Abhandlung über In lateinischer SchriftTschilminar , theils in meiner Geschichte der Baukunst.

In so fern Ihre morgenländischen Forschungen die Alterthümer | 4 diesseits des In lateinischer SchriftIndus betrift; so kann ich zur Noth noch folgen. Aber alles, was jenseits des In lateinischer Schrift Indus vorkomt, ist mir verschloßen. - Das hohe Alterthum von der Weisheit d und der Kunst der In lateinischer SchriftIndier bleiben mir immer noch ein Räthsel. Alles was mir bis iezt von indischer Arbeit sowohl in architektonischer oder bildlicher Hinsicht vor Augen kam, trägt nach meiner Kenntniß den unverkennbaren Stempel von Nachahmung und Modernität; so zwar daß der Beweis schwer sich über der Zeileje wird führen laßen, daß irgend ein dortiges Denkmal, und ihre über der Zeiledie Schreibkunst über der Zeileder Indier um vieles unsere Zeitrechnung übersteige.

Hochachtungsvoll
Ihr
ergebenster
Hirt

Berlin / den 5ten Aug / 22.