Gnädigster Herr!

Ich bin in dem unangenehmen Falle, Ew. Königlichen Hoheit mit einer sehr angelegenen Bitte beschwerlich zu fallen.

Der Mahler In lateinischer Schrift Paul Mila hat seit länger her alles vorbereitet, um in den nächsten Tagen eine Kunstreise nach In lateinischer Schrift Riga und In lateinischer Schrift Petersburg anzutreten. Aber da derselbe sich eben nun um den Reisepaß bemühet, Vgl. auch das Schreiben v. Lützows an Prinz Wilhelm vom 29. März 1828 (= Beilage zum Brief 1828-03-31-a-Prinz-Wilhelm).
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wird ihm der Urlaub von der Militärbehörde dazu verweigert
. - Der In lateinischer SchriftMila hat bereits vom September 1818 bis September 1819 als Freywilliger seinen Militärdienst gemacht, und ist im 20 ten Landwehrregiment, deßen In lateinischer SchriftCommandeur Herr OberstIn lateinischer Schriftlieutenant von In lateinischer SchriftGädike ist, eingeschrieben, und mit dem künftigen September Nach Einführung der allgemeinen Wehrpflicht gehörte der Wehrpflichtige bis zum 32. Lebensjahr zum 1. Aufgebot der Landwehr und vom 33. bis 39. Lebensjahr zum 2. Aufgebot.
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tritt er in das zweite Aufgebot
. Iezt wird er aufgefordert, hier den kommenden Sommer Die jährlich stattfindenden Herbstmanöver im August und September.
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die Kriegsübungen
mitzumachen.

Ich darf Ew. Königlichen Hoheit nicht erst schildern, wie sehr der In lateinischer SchriftMila betrübt ist, sich durch eine solche Aufforderung in seinem Reiseplan zurückgesezt zu sehen, und seine Aussichten für seine Kunstübungen nicht verfolgen zu können. Je unerwarter desto betrübter ist iezt seine Lage. | 2

Ich wage es daher bey Ew. Königlichen Hoheit unterthänigst einzukommen, und Ihre höchste Vermittlung anzurufen:

"Daß für den bevorstehenden Fall der In lateinischer SchriftMila von den Kriegsübungen dispensirt würde, um den Paß zu seiner vorhabenden Kunstreise erhalten zu können."

Ich füge bloß bey, daß der In lateinischer SchriftCommandeur des Regiments Herr OberstIn lateinischer Schriftlieutenant von In lateinischer SchriftGaedike ist, und Herr Oberst von In lateinischer SchriftLützow in Abwesenheit Seiner Königlichen Hoheit des Prinzen In lateinischer SchriftWilhelm die Verfügungen bey dem Armeechor besorgen soll.

Vergeben Ew. Königliche Hoheit einem alten Diener eine Bitte, welche, wenn sie gewährt werden könnte, mich von einer großen Gemüthsunruhe befreien würde.

Mit tiefester Ergebenheit und treuester Anhänglichkeit geharre ich
Ew. Königlichen Hoheit
unterthänigster
A. Hirt

Berlin den 20 März / 1828.