Ich habe, mein verehrtester Bellermann war seit 1804 Direktor des Berlinischen Gymnasiums zum Grauen Kloster.
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Herr Direktor
! gestern Abend noch mit großem Vergnügen Ihre Fortsezung des “Poenulus“ [“Der kleine Karthager“] ist eine in lateinischer Sprache verfasste Komödie des römischen Dichters Plautus, die auch eine kurze Passage in Punisch enthält. Bellermann hatte dazu eine Schulschrift in drei Stücken verfasst; hier ist das zweite Stück gemeint.
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Pœnulus
gelesen. Ihr Commentar hat so viel innere Wahrscheinlichkeit, daß es wohl ferner keinem Zweifel unterworfen seyn kann, daß Sie den wahren Weg der Sache aufgefunden haben. -

Hiemit übersende ich Ihnen die Abhandlung von Möglicherweise Heinrich Karl Ernst (von) Köhler (1765-1838) gemeint, Direktor des Antikenkabinetts und der Ermitage in St. Petersburg (ab 1812 Korrespondierendes Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften). Dieser hatte mehrere stark beachtete Abhandlungen über Gemmen und Münzen verfasst und 1804 eine wissenschaftliche Reise auf die Krim unternommen. Köhler stand u.a. mit Christian Gottlob Heyne in Göttingen und mit Böttiger in Briefwechsel, denen er seine wissenschaftlichen Publikationen zuschickte. - Vielleicht stand die erwähnte Abhandlung in Beziehung zu Bellermanns derzeitigen wissenschaftlichen Beschäftigungen. Am 18. April 1807 trug er in der „Gesellschaft der Freunde der Humanität“ „Bemerkungen über einige Kunstwerke der Bildnerei bei den alten Hebräern“ vor (Motschmann, 2009, S. 235); dasselbe am 1. Juli 1807 in der „Philomatischen Gesellschaft“.
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Koehler
- zugleich mit meiner Hirt scheint ihm eine Manuskriptfassung seiner Akademie-Vorlesung geschickt zu haben; gedruckt erschien der Text erst 1809. - Hirt hatte sich mit seinen im Jahr 1804 in der Akademie der Wissenschaften vorgetragenen Abhandlungen über den Tempel Salomonis zu Jerusalem und über den Tempel der Diana zu Ephesus Ärger mit dem Akademiedirektorium eingehandelt, da er für die dazu bestimmten Zeichnungen 100 Reichstaler ausgelegt hatte, deren Rückerstattung er mehrmals vergeblich anmahnte, die Akademie jedoch nicht bereit war, ihren Fonds mit diesen hohen, mit der Akademie nicht abgesprochenen Ausgaben zu belasten. Auch ein extra eingesetztes Schlichtungskomittee kam zu keiner Entscheidung. Schließlich lenkte die Akademie, die Hirt auch für 13 Monate Gehalt schuldete, ein. Vgl. dazu die Schreiben Hirts an das Direktorium der Akademie der Wissenschaften vom 18. Juni und 25. November 1807 und dessen Antwort vom 13. Dezember 1807 (Archiv der BBAW, PAW (1700-1810), I-VII-30).
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Schrift über den Tempel Salomons
. Sie werden in lezterer einen in den orientalischen Sachen schlecht bewanderten Mann finden; und überhaupt mehr einen Architekten als einen Gelehrten. Ich würde Sie daher bitten, daß Sie sich die zeit nehmen möchten, die Sache im Einzeln mehr zu prüfen, und mir ohne Rückhalt Ihre Meinung zu sagen. Sie würden dadurch sehr verbinden
Ihren ergebnen

Hirt

den 22 ten März 1807.