An H. Hofrath Hirt
Berlin.

Schon geraume Zeit liegt Brief 1801-10-11-v-Goethe
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ein Blatt
bey mir an Sie gerichtet das Christian Friedrich Tieck hielt sich nach einem Studienaufenthalt in Paris bei Jacques Louis David seit Spätsommer 1801 in Weimar auf, wo er u.a. an einer Büste von Goethe arbeitete. Den Winter 1801/02 verbrachte er in Berlin; im April 1802 kehrte er nach Weimar zurück, um an der Ausgestaltung des Stadtschlosses mitzuarbeiten.
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Herr Tiek
, der länger als er dachte bey uns verweilte, überbringen sollte, nun blieb es liegen, als er wegging und ich gebe Herrn Kriegsrath Genz, der uns einige Zeit das Vergnügen seiner Gegenwart schenkte, statt des veralteten Briefs den gegenwärtigen mit.

Für das Vergnügen, das Sie mir durch Vgl. 1801-08-07-a-Goethe.
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die kleine Bronze
verschafft, bin ich Ihnen noch meinen lebhaften Dank schuldig. Diese Brosamen, von dem großen Gastmahl der Vorwelt, sind demjenigen, der sie zu schmecken versteht, ein köstlicher Genuß. Gedenken Sie meiner manchmal wenn Ihnen was gutes vorkommt.

Von geschnittenen Steinen ist auch einiges schätzbare diese Zeit her an mich gelangt.

Leben Sie recht wohl, in der großen Königsstadt, wo die Das von Carl Gotthard Langhans erbaute neue Schauspielhaus am Gendarmenmarkt (Nationaltheater) wurde am 1. Januar 1802 eröffnet. Der zu dieser Zeit noch im Bau befindliche Konzertsaal im Obergeschoss konnte erst am 24. Februar 1803 eingeweiht werden. Zu den Plänen für den Theaterbau und zur Kritik an Langhans vgl. Matthias Hahn: Schauplatz der Moderne. Berlin um 1800 - ein topographischer Wegweiser. Hannover 2009, S. 329-341 = Berliner Klassik. Eine Großstadtkultur um 1800, Bd. 16.
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Eröffnung
des Theaters und manche andere Feyerlichkeit diesen Winter viel Unterhaltung gewähren wird.

Von unserer kleinen, doch in manchem Betracht interessanten Seit 1799 fanden in Weimar Kunstausstellungen statt, auf der auch die in den "Propyläen" ausgeschriebenen Kunstarbeiten gezeigt wurden.
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Kunstausstellung
hier einstweilen nur das Vgl. Janus. Eine Zeitschrift auf Ereignisse und Thatsachen gegründet, 2. Bd., Julius bis December, Jena 1801, S. 224-230: „XXII. Kunstausstellung zu Weimar. / Nächst der gewöhnlichen jährlichen Ausstellung der Arbeiten der Zeichen-Akademie, und anderer hier lebenden Künstler, wurde auch dieses Jahr in Zimmern des Schauspielhauses eine besondere Kunstausstellung im September eröffnet und gesehen. Wir theilen hier das Verzeichniß der ausgestellten Stücke mit, wie dasselbe dort selbst gegeben wird. [...] I. Arbeiten, welche um den, im sechsten Stück der Propyläen, für 1801. ausgesetzten Preis concurriren. / 1. Achill auf Skyros, in Frauentracht, unter den Töchtern Lykomeds verborgen, wird von Ulyß und Diomed entdeckt. [...] 2. Achill, welcher die flüchtigen Trojaner bis in den Skamander verfolgt hatte, wird durch die erzürnten Flüsse bekämpft. [...] II. Von der vorjährigen Ausstellung. [...] III. Arbeiten neuerer Meister [darunter: Nahl in Kassel, Tiek von Berlin, Bury von Hanau, Kolbe von Düsseldorf, Langer, Sohn, von Düsseldorf, Danneker von Stuttgard]; IV. Verschiedene Arbeiten älterer Meister [...]“.
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trockne Register
, bis eine Goethes Aufsatz (mit Beurteilung einzelner Arbeiten durch J. H. Meyer) erschien u.d.T: Weimarische Kunstausstellung vom Jahre 1801. Und Preisaufgaben für das Jahr 1802. (Unterz.: Weimar den 1ten Januar 1802. Im Namen der vereinigten Kunstfreunde. J. W. v. Göthe). In: ALZ 1802, S. I-XXVIII (= Extrabeilage zu: Erster Band. Januar, Februar, März). - Dass. in: Journal des Luxus und der Moden, Bd. 17, Jg. 1802, Weimar 1802, März, S. 113-135..
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ausführlichere Recension
nachfolgen kann.

Weimar am 29. Nov. 1801.