An ein hohes In lateinischer SchriftCuratorium der königlichen Kunstakademie Die In lateinischer SchriftEtablirung einer Bauschule, und die von einem hiezu niedergesezten In lateinischer SchriftCommissorium abgefaßten Beschlüße zur In lateinischer SchriftOrganisation derselben betreffend.

Als Beylage zum Protokolle.

Obwohl ich überzeugt bin, daß die In lateinischer SchriftEtablirung einer Bauschule, verbunden mit der königlichen Kunst-Academie, auf dem Fuße, und die Weise, wie die Beschlüße die hiezu niedergesezten In lateinischer SchriftCommissorii, theils In lateinischer Schriftper unanimia, theils In lateinischer Schriftper majora, in dem abgefaßten In lateinischer SchriftProtocolle ausweisen, von wesentlichem Nutzen für die Aufnahme der Kunst, und den Staat überhaupt seyn werde so glaube ich doch zu wichige Gründe zu haben, um nicht allen und jeden Beschlüßen des In lateinischer SchriftCommissorii unbedingt beyzutretten. Ich halte es daher für meine Pflicht, über einige wesentliche Punkte (die ich in den Conferenzen schon mündlich in Anregung brachte) meine Meinung schriftlich zu erörtern, und sie dem bereits geschloßenen In lateinischer SchriftProtokolle als Beylage zur Einsicht eines hohen In lateinischer SchriftCuratorium's beyzufügen.

Die Punkte sind folgende.

1mo. Das Lehrfach der In lateinischer SchriftConstruction ist nach meinem Erachten in einem zu beschränkten Umfang in das In lateinischer SchriftProtocoll aufgenommen worden. Und da es eine der wichtigsten Lehrstellen ist, so will ich hier im kurzen bezeichnen, in welcher Ausdehnung ich glaube, daß es angenommen werden müße.
Das Lehrfach der In lateinischer SchriftConstruction beschäftigt sich mit der richtigen Zusammensezung, Verbindung, und richtigem Verhältniße jedes Theiles - erstlich nach der Verschiedenheit des In lateinischer SchriftMaterials, und zweytens nach der Verschiedenheit, und Bestimmung eines Gebäudes: sey dieses eine Erdhütte, oder ein fürstlicher Pallast. | 2 Darunter sind als nothwendige Theile folgende In lateinischer SchriftRubriken begriffen, welche meine In lateinischer SchriftIntention anschaulicher machen werden.
1. Die Lehre von allen Arten von Baumaterialien. 2. Die Lehre der Fundamente unter der Erde. 3. Die Lehre von In lateinischer SchriftBasamenten, und In lateinischer SchriftPiedestallen. 4. Die Lehre von den Wänden, und Mauern. 5. Die Lehre von den Säulen, Halbsäulen, Pfeilern, und Pilastern. 6. Die Lehre von Basen, und Kapitälern. 7. die Lehre von den Gebälkarten. 8. Die Lehre von den Bogen, und Wölbungen. 9. Die Lehre von Stockwerken, und Ordnungen übereinander, von In lateinischer SchriftMezzaninen, In lateinischer SchriftAttiken, und In lateinischer SchriftMansarden. 10. Die Lehre von den Decken, den Dachungen im Innern, und Äußern, von In lateinischer Schriftacroteriis, und Geländern. 11. Die Lehre von den Thüren, Thoren, und ihren Flügeln. 12. Die Lehre von den Fenstern, und andern Licht- und Luftöffnungen. 13. Die Lehre von den Treppen. 14. Die Lehre von den Fußboden. 15. Die Lehre von den Feuerungen, Kaminen, u.s.w.
Sie enthält also in sich die Kunst des Zimmermannes, des Mau[r]ers, des Steinmezen, und anderer zum Bauen erforderlichen Handwerker.
Benöthigte Erfoderniße zu dieser wichtigen Klaße:
1.
ein in richtiger Ordnung entworfenes Lehrbuch, das in jedes Zöglings Händen seyn muß. 2. In lateinischer Schriftdetaillirte Zeichnungen und Kupfer nach allen oben genannten In lateinischer SchriftRubriken. 3. einige Modelle in Holz, um dem Auge mehr zu versinnlichen, was durch bloße Zeichnungen nicht deutlich genug wäre.

Methode des Unterrichtes.
Nach dem Faden des gedrukten Compendiums erklärt der Lehrer Abschnitt für Abschnitt die verschiedenen In lateinischer SchriftConstructionsarten - immer mit der Kreide vor der schwarzen Tafel: legt dann die fertigen Zeichnungen darüber vor: zerlegt die Modelle, sezt sie wieder zusammen: In lateinischer Schriftexaminirt jede Woche einmal die Zöglinge über das | 3 Vor[ge]tragene: prüft sie über die vor[ge]legten Riße, und Zusammensezung der Modelle: giebt ihnen Aufgaben, die sie zu Hause aufzeichnen etc.
übrigens da kein Schüler in diese Klaße tretten kann, bis er nicht vollkommen stark im In lateinischer SchriftKalkul, und in der In lateinischer SchriftGeometrie, in der Statik, und In lateinischer SchriftHydrostatik ist - und zugleich schon die Klaße der freyen Handzeichnung, und besonders die Klaße der architektonischen Zeichnung und Perspektiv durchgegangen ist: so wird in der Klasse der In lateinischer SchriftConstruction das Zeichnen selbst nicht mehr gelehrt, wohl aber forthin von den Zöglingen ausgeübt.

2do. Die Lehre der Gebäude [ist] nach dem In lateinischer SchriftProtocoll unter zwey Lehrer vertheilt worden: wovon einer den Landbau, der andere den Stadtbau lehren soll.
Ich hätte gewünscht, daß das gesammte unter einem Lehrer geblieben wäre. Erstlich weil in Jahresfrist das gesammte von Einem Lehrer könnte gelehrt werden. Zweytens weil es nicht möglich ist eine richtige Linie zu ziehen, und zu sagen, welche arten von Gebäuden ausschlüßlich dem Landbaue, oder dem Stadtbaue angehören: ihre Gränzen laufen beständig ineinander. 3. weil man die Besoldung für einen Lehrer erspart hätte. und 4. weil diese Besoldung viel zweckmäßiger für einen besondern Lehrer für Bauhandwerker hätte benuzt werden können. (man sehe unter dem Artikel: Schule für Bauhandwerker)

3o. Das Lehrfach der architektonischen Zeichnung, und Perspektiv bestehet wesentlich darin: daß der Zögling richtig zeichnen kann: 1. Den architektonischen Plan. 2. den geometrischen Aufriß. 3. Den Durchschnitt. 4. den perspektivischen Aufriß. Dieß zwar nicht bloß richtig in den Linien, sondern auch im richtigen Schattiren, und selbst Colori[r]en, so viel es eine architektonische Zeichnung erheischt. 5. Die gangbarsten architektonischen Verzierungen. | 4
Der hiezu vorgeschlagene Professor H. Bauinspector In lateinischer SchriftGilly bedarf erstlich einer Parthie Zeichnungen - die nach einem System geordnet sind - die er den Schülern zum Nachzeichnen, und zur Übung vorlegt: zweytens eines Compendiums für die Lehre der Perspektiv, wie sie der BauKünstler bedarf. -
Auch Zöglinge der bildenden Künste besuchen diese Klassen, und wenn sie gehörig in dem theile der In lateinischer SchriftPerspectiv unterrichtet sind, welche auch der Baukünstler zu wißen nöthig hat, so bedürfen sie keines besondern perspektivischen Unterrichtes - wie beyläufig in dem In lateinischer SchriftProtocolle angezeigt worden ist.
Der Lehrer der In lateinischer SchriftPerspectiv soll keinen Schüler aufnehmen, der nicht schon die In lateinischer SchriftGeometrie inne hat, und wenigstens sich schon ein Jahr im freyen Handzeichnen geübt hat.
Wird aber besagte In lateinischer SchriftClasse von dem In lateinischer Schriftdesignirten H. In lateinischer SchriftGilly auf eine solche Weise gelehrt; so muß ich gestehen, daß ich die zwey In lateinischer Schriftdesignirten Lehrer, oder In lateinischer SchriftRepetitoren, welche das sogenannte leichte architektonische Zeichnen lehren sollen, als überflüßig halte, und glaube, daß ein solcher Gehalt viel zweckmäßiger für die Schule für Handwerker könnte verwandt werden.

4. In Rücksicht der In lateinischer SchriftClasse der freyen Handzeichnung erinnere ich, daß nach dem Beschluße des In lateinischer SchriftCommissorii keine besondere Klaße dieser Art bey dem In lateinischer SchriftBauinstitute In lateinischer Schriftexistiren soll, und die Bauzöglinge diese schon In lateinischer Schriftexistirende Klasse bey der Abtheilung der bildenden Künste frequentiren sollen. In diesem Falle wäre dahin anzutragen, daß diese In lateinischer SchriftClasse zweckmäßig eingerichtet würde, denn bis iezt scheint Herr Prof. In lateinischer SchriftLütke - aus Gründen, die ich nicht weiß - sich nicht sehr um dieselbe bekümmert zu haben.
Diese In lateinischer SchriftClasse sollte in sich begreiffen Imo das In lateinischer SchriftDetail der Landschaftszeichnung. 2do alles Zeichnen des | 5 zu einer Landschaft gehörigen In lateinischer SchriftStaffage. Folglich die nöthigste Kenntniß zur Zeichnung der menschlichen Figur, und der Thiere.
Wie der Landschaftmaler, der Perspektiv- und Architekturmaler, der TheaterIn lateinischer Schriftdecorateur, und Architekt auf einem kürzern Wege zur nöthigen Kenntniß des Figur- und Thierzeichnens kommen könne, hierüber hat H. Rektor In lateinischer SchriftSchadow einen intereßanten Plan zum In lateinischer SchriftProtocolle gegeben. Würden nach demselben die Vorschriften entworfen, so wie auch anderseits die Vorschriften für das Zeichnen der Landschaft selbst: so würde der zweckmäßige Unterricht in der freyen Handzeichnungsclasse keine Schwierigkeit haben. - Solche In lateinischer SchriftPræmissen sind aber unumgänglich nöthig, wenn etwas Zweckmäßiges in dieser Klasse geleistet werden soll.

Es wäre meines Erachtens sehr gut, wenn Herrn Rektor In lateinischer SchriftSchadow aufgegeben werden könnte, daß er die Zeichnungen nach seinem gegebenen Plane ausführte. Hingegen glaube ich nicht, daß es zweckmäßig wäre, ihn dabey selbst als Lehrer anzustellen. Man kann ihn zu viel wesentlichern Dingen In lateinischer Schriftemployiren; vorzüglich für die Klasse der Bildhauer.

5.to In Rücksicht der bey dem In lateinischer SchriftBauinstitut anzustellenden In lateinischer SchriftModelleurs glaube ich, daß der vorgesezte Endzweck auf eine leichtere Weise und mit wenigern Unkosten zu erreichen wäre.
Der Endzweck ist, daß die Bauzöglinge auch soviel entweder in Gips oder Holz vom Modellmachen erlernen sollten, damit sie solche im Nothfalle selbst anfertigen könnten.
Was das Modelliren in Ton und Gips betrift, ist bereits H. Prof. In lateinischer SchriftBettkober angestellt, der den jungen Bauzöglingen auf eine leichte Weise die Handgriffe hiezu lehren könnte. In Rücksicht der Holzmodelle könnte mit einem geschickten Tischlermeister die Überein- | 6kunft getroffen werden, daß gegen eine mäßige Summe eine gewiße Anzahl architektonischer Zöglinge in seiner Werkstatt - in gewißen Tagen, und zu gewißen Stunden - arbeiten, und von ihm die Handgriffe zur Fertigung ihrer Modelle erlangen könnten. Das In lateinischer SchriftInstitut würde hieraus noch den wesentlichen Nuzen schöpfen, nach und nach von den Zöglingen selbst solche Modelle verfertigen zu laßen, deren das In lateinischer SchriftInstitut am meisten bedürfte.

6.to In Rücksicht der Zeichnungsschule für Handwerker hat das In lateinischer SchriftCommissorium nichts In lateinischer SchriftDefinitives beschloßen. Dieser Gegenstand ist allerdings sehr schwierig und umfaßend; daher man im In lateinischer SchriftProtocolle auf die Niedersezung eines besondern Ausschußes hierüber angetragen hat. Indeßen hätte ich doch geglaubt, daß es das Thun des iezigen In lateinischer SchriftCommissorii gewesen wäre, wenigstens einen In lateinischer SchriftFond für denjenigen Theil der Zeichnungsschule auszumachen, welcher vorzüglich für Bauhandwerker geeignet wäre. Da aber dieß nicht geschehen ist, so trage ich darauf an, daß die Lehre des Land- und Stadtbaues, wozu zwey Professoren In lateinischer Schriftdesignirt sind, einem einzigen übergeben werde; und daß H. Prof. In lateinischer SchriftMeinecke mit dem ihm als Landbaulehrer In lateinischer Schriftdesignirten Gehalte als Professor der Bauschule für Handwerker bestimmt werde.
Die Methode des Unterrichtes, die nöthigen Vorschriften, und modelle müßten dann auf's genaueste angegeben u. bestimmt werden. am linken RandNb. Ich erinnere hier beyläufig, daß, wie ich höre, bereits der Vorschlag gemacht worden sey, wie es geschehen könnte, daß die vielen gelehrten Schulen in den Provinzialstädten in gute Bürgerschulen umgewandelt werden könnten. Sollte man bey solchen Abänderungen nicht vorzüglich Rücksicht nehmen, daß bey jeder solchen Schule eine Zeichnungsklaße für bürgerliche Gewerke gestiftet, und der In lateinischer SchriftFond hiezu von den In lateinischer SchriftFonds der iezt In lateinischer Schriftexistirenden gelehrten Schulen oder In lateinischer SchriftGymnasien genommen würde? -

7.mo Was die Modelle, die Vorschriften, In lateinischer SchriftInstrumente, Bücher etc. für das gesammte In lateinischer SchriftInstitut betrift, komt zwar manches im In lateinischer SchriftProtocolle vor: so wie auch gewiße jährliche Summen angegeben sind, die hiezu verwendet werden sollen.
Allein da so wesentlich viel bey'm zweckmäßigen Unterrichte fast in allen Klassen auf gute, und hinreichende | 7 Vorschriften ankomt - ja selbst gute Vorschriften fast mehr thun können, und müßen, als die Lehrer: so wäre meines Erachtens allerdings nöthig gewesen: daß etwas näheres über die Weise die nöthigen Vorschriften zu verfertigen, und dieselben in Kupfer zu stechen, bestimmt worden wäre.

Auf jeden Fall, würde es eine der ersten, und nöthigsten Operationen seyn, von jedem In lateinischer Schriftdesignirten In lateinischer SchriftProfessor zu verlangen, daß er eine Liste der Vorschriften und Modelle entwärfe, welche ein jeder für seinen In lateinischer SchriftSpeciellunterricht in der ihm angewiesenen Klasse nöthig erachtet.

8vo Das In lateinischer SchriftCommissorium hat eine jährliche Summe von 800 tlr. vorgeschlagen, damit fortdauernd zwey Zöglinge auf Reisen könnten unterhalten werden. Allein es ist dabey nicht bestimmt worden, auf wie viel Jahre ein Zögling eine solche Pension genießen sollte. Meines Erachtens müßte diese nie weniger, als drey Jahr, und nie mehr als vier Jahre demselben In lateinischer SchriftSubjekte gegeben werden. Die Fähigkeit hiezu müßte durch eine öffentliche Preisaufgabe, woran zwar nur die Einländer Antheil nehmen könnten, entschieden werden.

9o Das neueinzurichtende In lateinischer SchriftLokal betreffend, möchte ich bloß erinnern, daß ein hohes In lateinischer SchriftCuratorium zugleich darauf antrüge, daß hiemit auch Rücksicht auf das Bedürfniß der beßer einzurichtenden Kunstschulen für Handwerker, und anderseits auf anderseitige nöthige Einrichtungen, und Abtheilungen für die Klassen der bildenden Künste genommen würde. Man könnte sich hiebey vorläufig der Vorschläge der In lateinischer SchriftRevisionscommission zur beßern künftigen Einrichtung dieser Klassen bedienen: und alles Benöthigte auf den In lateinischer SchriftEtat des gesammten Baues bringen.

10.mo Das In lateinischer SchriftCommissorium hat darauf angetragen, daß das architektonische In lateinischer SchriftInstitut schon zu Ostern seinen | 8 Anfang nehme. Ich gestehe, daß ich die Möglichkeit hiezu nicht voraussehe.
1. Würde das In lateinischer Schriftad interim einzurichtende In lateinischer SchriftLokal nicht geringe Schwierigkeiten machen.
2. Fehlet es allen Klassen an benöthigten Vorschriften, Modellen, Instrumenten u.s.w. - Dabey hat noch fast kein In lateinischer SchriftProfessor den Plan über sein Lehrfach entworfen, vielweniger sich vorbereitet.
3.
Überdem giebt es mehre Fächer, die nur im Winter gelehrt werden: und doch würde es in mancher Rücksicht schön und nüzlich seyn, wenn das gesammte In lateinischer SchriftInstitut sich auf einmal in Wirksamkeit sezte.
4.
Dabey werden alle In lateinischer Schriftdesignirten In lateinischer SchriftProfessoren von der Zeit ihrer Ernennung an genug zu thun haben, wenn sie sich bis künftigen Oktober hinreichend vorbereiten können.
5. nochmals: um zu lehren, müßen auch Lernende vorhanden seyn. Allein da bis iezt die architektonischen Klassen den Sommer über außer Thätigkeit waren, so haben sich die jungen Leute auf eine solche Einrichtung noch gar nicht gefaßt gemacht - und ich gedenke, daß es auf jeden Fall nöthig ist, daß der Plan des In lateinischer SchriftInstituts, und sein Anfang eine Zeit vorher puliziert und angekündiget werden müßte.

11mo In Rücksicht der künftigen In lateinischer SchriftDirektion des In lateinischer SchriftInstitutes ist meine Meinung folgende:
1. Das architektonische In lateinischer SchriftInstitut bleibt mit der königlichen Kunstakademie verbunden: welcher man sehr paßend den Namen - Academie der zeichnenden Künste - geben könnte. | 9
2.
Es hat demnach den nemlichen In lateinischer SchriftCurator, den nemlichen In lateinischer SchriftSecretär, den nemlichen In lateinischer SchriftRendanten etc.
3. Der iezige In lateinischer SchriftDirektor der Academie würde es auch für das architektonische In lateinischer SchriftInstitut seyn. - Die Wahl des In lateinischer SchriftDirektorats könnte aber künftig eben so gut auf einen Architekten, als einen andern Künstler fallen.
4. man könnte außer den schon In lateinischer Schriftexistirenden Mitgliedern des In lateinischer SchriftSenats, noch andere von dem In lateinischer SchriftBauinstitut dazu wählen.
5.
außer den allgemeinen academischen In lateinischer SchriftConferenzen könnte aber das In lateinischer SchriftBauinstitut etwa monatlich einmal seine besondern Versammlungen halten, welche aus dem gesammten In lateinischer SchriftCorps der hiezugehörigen In lateinischer SchriftProfessoren, nebst den In lateinischer SchriftSenatoren, die nicht In lateinischer SchriftProfessoren sind, bestehen würden. In Abwesenheit des In lateinischer SchriftCurators, würde der älteste In lateinischer SchriftSenator den Vorsiz haben.
6. Die Kasse des architektonischen In lateinischer SchriftInstituts sowohl an festen In lateinischer SchriftFonds, als an unbestimmten Einnahmen bliebe von den andern academischen Geldern ganz getrennt, und würde besonders verwaltet. - Alle außerordentlichen Ausgaben müßten durch einen Beschluß der Mehrheit vom ganzen In lateinischer SchriftCorps der architektonischen In lateinischer SchriftProfessoren bestimmt werden.
7. Die Wahl der künftigen In lateinischer SchriftProfessoren müßte vom In lateinischer SchriftCorps der In lateinischer Schriftexistirenden In lateinischer SchriftProfessoren abhängen: und keiner könnte auf die Liste der Kandidaten kommen, der nicht vorher von dem nemlichen In lateinischer SchriftCorps der In lateinischer SchriftProfessoren In lateinischer Schriftexaminirt worden wäre.
8. In Rücksicht der iezt In lateinischer Schriftdesignirten Professoren (wenn dieselben auch ernannt bleiben sollten) schlage ich vor, daß keiner derselben seine Bestätigung als In lateinischer SchriftProfessor erhalte, bis er nicht den vollen Kursus | 10seines übernommenen Lehramtes einmal mit den Zöglingen durchgegangen ist - Damit man auf diese Weise urtheilen könne, ob ein jeder die erforderlichen Kenntniße, Fähigkeit, Fleiß, und guten Willen habe, um dasjenige zu leisten, was das Lehramt erfodert.

12mo In Rücksicht des Herrn Architekten In lateinischer SchriftGenelli, deßen Fähigkeiten und Kenntniße ein gesammtes In lateinischer SchriftCommissorium in dem In lateinischer SchriftProtocolle anerkannt hat, nehme ich mir die Freyheit einen Privatwunsch beyzufügen - nemlich daß ein hohes In lateinischer SchriftCuratorium auf diesen Mann Rücksicht nehmen möchte, wenn je die Abtheilung der bildenden Künste eine beßere In lateinischer SchriftOrganisation erhalten sollte. Allerdings würde dann das Lehrfach, welches in dem Plane der In lateinischer SchriftRevisions-Commission unter dem Namen - Lehrfach des anatomischen Studium - In lateinischer Schriftdesignirt ist, das wichtigste seye - und ich bin überzeugt, daß niemand wie Herr In lateinischer SchriftGenelli sich mit so viel Liebe und Geist in dieß wichtige Fach einstudiren würde, besonders wenn ein der Wichtigkeit des Faches angemeßener Gehalt damit verbunden würde. Man braucht zu diesem Fache einen In lateinischer Schriftgenialischen und vielseitigen Kopf, welche Eigenschaften Herrn In lateinischer SchriftGenelli keiner, der ihn näher kennen gelernt hat, absprechen wird.

Berlin den 15ten Feb. 1799.
Hirt.