Allerdurchlauchtigster, / Großmächtigster, Allergnädigster / König und Herr!

Auf die allerunterthänigst eingereichte Bitte des Hofrath In lateinischer SchriftHirt, haben Eure Königliche Majestät durch Vgl. das Schreiben von Daniel Ludwig Albrecht an Hirt vom 22. Mai 1824.
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Cabinetsordre vom 22ten May 1824
, eine In lateinischer SchriftRevision des Museumsbaues zu erlauben geruhet, und genehmigt, daß die Ansichten hierwegen Seiner Königlichen Hoheit dem Kronprinzen vorgelegt werden. | 2

Auf Veranlaßung Seiner Königlichen Hoheit sind daher die allerunterthänigst unterzeichneten, Geheime Ober-Bau-Rath In lateinischer SchriftSchinkel und Hofrath In lateinischer SchriftHirt, zusammengetreten, und nach dem vorhandenen Locale, wie die gestochenen Bauriße dasselbe angeben, haben wir nach reiflicher Ueberlegung uns mit einander verständigt: in welcher Art die innere Einrichtung und die Hauptanordnung der in dem Museo aufzustellenden Gegenstände, auf's Zweckmäßigste vor sich gehen könnte.

Die Resultate hiervon, wie sie in der Beylage A. enthalten sind, haben wir Seiner Königlichen Hoheit dem Kronprinzen unterthänigst vorgelegt, und Höchstdieselben haben hierüber uns nicht nur Ihren gnädigsten Beyfall bezeigt, sondern zugleich auch befohlen, den schriftlichen Aufsatz, eben so gefaßt, an Eure Königliche Majestät allerunterthänigst gelangen zu laßen.

Der Aufsatz A. ist zugleich mit einem Anhange B. begleitet, welcher in Beziehung | 3 auf das Museum eine Anzahl Bitten enthält, die jezt hier auszusprechen wir uns um so mehr verpflichtet halten, da wir nur nach genauen gegebenen Befehlen von Seiten Eurer Königlichen Majestät, im Stande sind, alle Vorbereitungen zur künftigen Einrichtung des Museums zweckmäßig zu bearbeiten und zu betreiben.

Wir ersterben in allertiefster Ehrerbietung
Eurer Königlichen Majestät
allerunterthänigste
[gez.] Schinkel. [gez.] Hirt.

Berlin, / den 31ten October. 1825. | 4

Beylage A.

Auf die höchste Veranlaßung Eurer Königlichen Hoheit sind die Unterzeichneten zusammengetreten, und nachdem sie nach dem vorhandenen Locale, welches die Bauriße geben, alles wohl erwogen haben, sind sie über Folgendes, was sie jezt Eurer Königlichen Hoheit unterthänigst vorzulegen haben, übereingekommen.

Zuerst bedarf es aber eines Vorwortes über die sechs verschiedenen Systeme von Kunstgegenständen, die in dem Museo Platz finden sollen.

Ites System: die Gemälde, abgetheilt in dreizehn verschiedene Classen.

IItes System: die antiken Marmor, bestehend in größern und kleinern Statuen, Büsten oder Köpfen, In lateinischer SchriftReliefs und In lateinischer SchriftVasen.

IIItes System, bestehend
a) in einer sehr reichen Sammlung aegyptischer Gegenstände größerer und kleinerer Art,
b) in einer sehr bedeutenden Sammlung antiker und moderner Münzen,
c) in einer reichen Sammlung antiker | 5 und moderner Gemmen,
d) in einer Sammlung griechischen, altgermanischen und sonst alten Gefäßen, zugleich mit anderen Gegenständen in gebrannten Erden, als figurirten Lampen und dergleichen,
e) in kleinern antiken Gegenständen von Erz, als: Geräthschaften, Statuen, Pateren und dergleichen, und dazu kommt noch eine nicht geringe Anzahl kleiner moderner Erzarbeiten;
f) in andern antiken Gegenständen von bemalten Mauerstücken, Glasarbeiten, Mosaiken u.s.w.

Womit zu vereinigen ist: eine Handbibliothek; die Schwefelabgüße der Münzen von In lateinischer SchriftMiounet[sic!], die Schwefelsammlungen antiker Gemmen von In lateinischer SchriftStosch u In lateinischer SchriftLippert und die des Königlich französischen Cabinets.
Noch kommt hinzu eine nicht große Anzahl antiker Inschriften.

IVtes System: bestehend in Gegenständen, welche die so genannte Kunstkammer in einer Reihe von Zimmern und Sälen enthält, als:
a) neuere Kunstfabrikate in Bernstein, Elfenbein, Holz u.s.w., Schränke | 6 und Raritätenkasten.
b) Gegenstände, die mit der Geschichte des Brandenburgisch-Preußischen Hauses in Beziehung stehen.
c) chinesische und japanische Kunstproducte.
d) ähnliche ost- und westindische Industrie-Erzeugniße.
e) südindische Kunstsachen.
f) Reliefmodelle der Schweitz und Ähnliches.
g) Waffensammlung.

Vtes System: die modernen Sculpturen.

VItes System: die Abgüße der vornehmsten Bildwerke des Alterthums.

Um nun die Kunstgegenstände nach den genannten sechs Systemen in dem Museo aufzustellen ist angenommen:

Erstlich, daß die Gemälde, in dreizehn Klassen abgetheilt, das ganze obere Stockwerk einnehmen, und zwar in Abtheilungen, wie die Riße angeben, und nur mit dem Unterschied, daß jeder Raum für sich ein geschlossenes bildet, und die Communication von einem Raum in den andern, durch fortlaufende Thüröffnungen geschieht, von der Rückwand etwa anderthalb Fuß abstehend und mit einer Thüröffnung im Lichten von fünf Fuß. | 7 Dergestalt würden die beiden Seitenwände und die Rückwand so behangen werden, daß auch noch Gemälde über den Thüren zu hängen kommen. Hierdurch geschieht eine natürliche und geschloßene Verbindung derjenigen Gemälde, welche zu einer Claße gehören, eine Verbindung, die eine historische Aufstellung, welche bei der herrlichen Sammlung das Eigenthümliche ausmacht, nothwendig erfordert.

Auf diese Weise würden die vorhandenen Räume ungefähr 1,300 Stück enthalten können, die kleinern holländischen deutschen Gemälde ausgenommen, für welche die kleinern Zimmer oder Cabinette bestimmt sind. Die wahre Anzahl der aufzuhängenden Stücke, welche das gegebene Local faßen wird, läßt sich aber erst genau bestimmen, wenn im Laufe des künftigen Sommers die Gemälde, welche auf die einzelnen Wände zu stehen kommen, auf einzelne Blätter verzeichnet seyn werden, so daß das ganze In lateinischer SchriftTableau dadurch sichtbar seyn wird.

Vorläufig läßt sich so viel ersehen, daß die Anzahl der aus den alten Königlichen Sammlungen, mit Inbegriff der Giustinianischen, auszuwählenden Gemälde, verhältnißmäßig nur gering seyn wird, und die Lücken, welche in den Sammlungen der Königlichen Schlößer durch die Wegnahme entstehen werden, leicht durch andere gute Bilder ausgefüllt werden können. | 8

In der Gemäldesammlung des Königlichen Museums ist wesentlich dahin zu sehen, das große historische Ganze in seinem vollsten Glanze zu zeigen.

Zweytens: für die Sammlung der antiken Marmor ist das Hauptgeschoß bestimmt, mit Ausnahme der In lateinischer SchriftRotunda. Die Anzahl der Marmormonumente ist sehr groß, nahe an hundert größere und kleine Statuen, an 220 Büsten, zwölf In lateinischer SchriftReliefs, und etwa acht Marmorgefäße mit Figuren und andern Zierden. Der Grundsatz bei der Aufstellung der Marmor ist keine Leere und keine Häufung; sondern paßende Schicklichkeit.

Nach einer vorläufigen Vergleichung des Locals mit der Menge der Gegenstände läßt sich ersehen, daß die Marmor wohl dreiviertel des ganzen Hauptstockes einnehmen werden.

Das Uebrige der Räume würde für die neueren Sculpturen zu bestimmen seyn. Da aber vor der Hand deren nicht in großer Anzahl vorhanden sind, so halten wir es für das Zweckmäßigste, darin wichtige antike Abgüße als die Gruppe der In lateinischer SchriftAegineten, die schönen | 9 Ueberreste vom In lateinischer SchriftParthenon und von In lateinischer SchriftPhigalia, die Gruppe der Niobe u.sw. darin aufzustellen. Auch würde ein Saal für die vortreflichsten Statuen der Athletik einzurichten sein.

Drittens: außer den genannten Räumen für antike Abgüsse, würde hauptsächlich die In lateinischer SchriftRotunda dafür dienen. Ein so großer Raum im In lateinischer SchriftCentro des ganzen Baues fordert vorzüglich Beachtung, und eine angemeßene Auszierung. Er fordert so viel möglich Coloße in Göttergestalten, so daß die In lateinischer SchriftRotunda das wahre Ansehen von einem alten In lateinischer SchriftPantheon erhielte. So würden hauptsächlich coloßale Bilder der Obergötter in Statuen sowohl, als Büsten und In lateinischer SchriftReliefs den Kreis füllen, und für die Nischen der Gallerie solche Gegenstände zu wählen seyn, welche durch Schönheit und Eleganz sich unter den Antiken auszeichnen, wobey besonders der In lateinischer SchriftCyclus der In lateinischer SchriftHeroen und In lateinischer SchriftHeroinen zu beachten wäre.

Eine solche Aufstellung der vornehmsten aus dem Alterthum auf uns gekommenen Bildwerke, würde vor allem andern höchst belehrend seyn, und eine in | 10 seiner Art einzige und eigenthümliche Sammlung bilden.

Viertens, ist noch das Locale für das IIIte und IVte System anzugeben, welche gleichfalls sehr bedeutende Räume erfordern, und hierfür würde das untere Geschoß eingerichtet werden müßen, nämlich für das IIIte System, oder für das so genannte Antiken-Cabinet, die ganze eine Hälfte von der Nord- und Ost- und Südseite; ein Gesammtraum, der zwar groß, aber keinesweges zu viel wäre, für die Menge der Gegenstände und der Bedürfniße, welche diese Abtheilung erfordert.

Für das IVte System, bestehend in der sogenannten Kunstkammer, würden die Räume hinreichen, von der Mitte der Nordseite an bis zur Mitte der Westseite. - Die übrigen Räume aber, die an jener Seite noch bleiben, wären für den Castellan und die übrige Dienerschaft einzurichten.

[gez.] Schinkel [gez.] Hirt | 11

Anhang B.

Hiernach können wir nicht umhin, sondern sehen es vielmehr als unsere Pflicht an, über manches zur Sache Erforderliche unsere ferneren Ansichten Eurer Königlichen Majestät allerunterhänigst einzureichen, um darüber die Allerhöchste Willensmeinung zu erfahren.

Es ist angenommen, daß der Bau, da die Bauverhältniße es nicht anders zulaßen, im Jahre 1828 zur Vollendung komme, so daß im Sommer 1829 man mit der Aufstellung der darin zu placirenden Gegenstände beginnen kann. Dies ist aber nur möglich, wenn alles hierzu gehörig in Vorbereitung ist. Bis dahin ist aber noch gar Vieles zu thun, was nur geleistet werden kann, wenn die unterzeichneten Commißarien durch Allergnädigst zu ertheilende Vollmacht, über die nachstehende Gegenstände ganz selbssttändig gestellt werden, so daß sie in den Grenzen der von Eurer Königlichen Majestät Allergnädigst genehmigten Plane, und zu ertheilenden Verordnungen ohne weitere Anträge verfahren, und die gesammte Einrichtung des Museums zu Stande bringen könnten.

Wir setzen hier allerunterthänigst die Punkte her, worauf es wesentlich ankommt:

Erstlich: die In lateinischer SchriftRestauration der Gemälde macht | 12 forthin einen Gegenstand bedeutender Unkosten, und so gut dieselbe auch im Gange ist; so können wir doch bis jetzt nicht festsetzen, wann dies Geschäft zu Ende kommen werde. Auf unsere Anweisung hat bis dahin die Ministerial-Caße immer alles hiezu Erforderliche prompt bezahlt.

Ein schlimmer Umstand bleibt indeßen, daß die uns in dem Academie-Gebäude zugegebenen Räume, für die große Maße von Gemälden so klein und eng ist; besonders da die einmal In lateinischer Schriftrestaurirten Gemälde nicht ferner über einander geschichtet werden können, sondern dem Lichte zugekehrt stehen müßen, wenn nicht neuer Nachtheil eintreten soll. Dann können die größeren Gemälde nicht nach dem obern Stockwerke gebracht, sondern müßen in dem untren hohen Stockwerke In lateinischer Schriftrestaurirt werden. Auch würde es sehr nachtheilig für die Gemälde seyn, die fast durchgehends auf Holz gemalt sind, sie anderwärts hin transportiren zu wollen. Durch vieles Bewegen wäre zu fürchten, daß die Fugen der Bretter sich wieder löseten, und | 13 anderes Uebel entstünde.

Daher bleibt es unmöglich, die nächste Ausstellung der Akademie in den Sälen zu halten, wo jetzt die Gemälde für das Museum sich befinden. Wir berichten dies als unmöglich im Voraus und in Zeit, damit für die Ausstellung des künftigen Herbstes [1826], ein anderes Lokal gewählt werden möge.

Zweitens: machen die neu anzufertigenden Rahmen für die Bilder, keinen geringen Gegenststand von Ausgabe, und Jahre werden erfordert, um sie alle anzufertigen. Wir haben auch nicht ermangelt, bereits vor längerer Zeit hierüber unsere Vorschläge zu thun. Noch ist die Arbeit hiermit nicht begonnen, was aber allmählig gut gemacht werden könnte, würde später bei übereilter Arbeit leicht schlecht und theuer ausfallen. Die In lateinischer SchriftRestauration eines Gemäldes aber kann erst vollständig heißen, wenn es in seinen Rahmen eingefugt ist.

Drittens: ist es nothwendig, mit dem Anfang des künftigen Frühjahrs die Arbeit zu beginnen: alle Gemälde, welche in das Museum | 14 kommen sollen, nach ihren verschiedenen Claßen und Größen so auf das Papier aufzuzeichnen, wie sie künftig im Museum aufgehangen werden sollen, damit, wenn es zum wirklichen Aufhängen kommt, alles vorbereitet sey.

Hiezu ist aber nicht blos nöthig, die Gemälde der In lateinischer SchriftSollyschen Sammlung in genannter Weise auf dem Papier aufzuzeichnen, sondern auch die Gemälde, welche nach dem Willen Eurer Königlichen Majestät aus der In lateinischer SchriftGiustianischen und aus den alten Königlichen Sammlungen in das Museum aufgenommen werden sollen. Die letztern Sammlungen sollen indeßen auf das Möglichste geschont und nur Bilder von solchen Meistern daraus genommen werden, welche in der In lateinischer SchriftSollyschen und in der In lateinischer SchriftGiustianischen Sammlung fehlen, und nothwendige Glieder in der Kette bilden, wodurch die Sammlung des Königlichen Museums sich vor allen Sammlungen anderwärts, unterscheiden und auszeichnen wird. | 15

Dergestalt dürften in den alten Sammlungen nur geringe Lücken entstehen, welche durch andere vorhandene gute Bilder wieder ausgefüllt werden könnten.

Zu einer solchen Auswahl müßten aber die Commißarien mit der Vollmacht versehen werden, solche aus den alten Königlichen Sammlungen auszuhebende Gemälde In lateinischer Schriftdefinitiv verzeichnen und nach ihrer Claße und Größe in die Reihen der andern Bilder eintragen zu können. Die Herausnahme selbst würde aber dann erst erfolgen, wenn man zu dem wirklichen Aufhängen in dem Museo fortgeschritten seyn würde.

Viertens: In Rücksicht der alten Marmor, Statuen, Büsten, In lateinischer SchriftReliefs und Gefäße, wäre eine ähnliche Vollmacht nöthig für den Profeßor In lateinischer SchriftRauch sowohl, als für die Commißarien, um so, wie es für den Fortgang der Sache nöthig und ersprießlich ist, die Monumente von ihren Stellen entheben und hieher zur In lateinischer SchriftRestauration bringen zu können. Uebrigens ist angenommen worden, daß alle antike Kunstgegenstände nach dem Königlichen Museum kommen sollen. | 16

Fünftens: bedürfen die Gegenstände, welche jetzt in dem Antikencabinet und in der Kunstkammer zusammengehäuft sind, noch mancherley Sichten, gute Verzeichniße und Vorbereitungen, um zur Zeit in das neue Local des Museums versetzt werden zu können. Daher ist für die Commißarien die Vollmacht nöthig, die jetzigen Vorsteher, die Herren In lateinischer SchriftHenry und In lateinischer SchriftLevezow, dahin anzuhalten, und darauf zu sehen, daß Alles allmählig gehörig vorbereitet werde, und wir halten dafür, daß Alles gut geschehen könnte, wenn die Arbeit der beiden Vorsteher In lateinischer Schriftdefinitiv getheilt würde, nämlich Herr In lateinischer SchriftHenry die Anordnung und die Verzeichniße der Gegenstände der Kunstkammer, und Herr In lateinischer SchriftLevezow die der gesammten Gegenstände des Antikencabinets übernähme. Jede Art von Anordnung würde jedesmal zwischen den Commißarien und den Vorstehern berathen werden, und die Commißarien vierteljährlich dahin sehen, was in der Sache geschehen ist.

Sechstens: auch dürfen die Commißarien | 17 die in dem Museo aufzunehmenden Abgüße antiker Marmor nicht unberührt laßen. Nicht unansehnlich ist bis jetzt die Sammlung solcher Abgüße, welche jetzt in der Akademie mehr zusammengehäuft als aufgestellt sind. Ein großer Theil derselben eignet sich zur Aufstellung in dem Museum und hierüber bedarf es gleichfalls einer Vollmacht, um die dazu geeigneten Gegenstände zu verzeichnen und dann dieselben zur Zeit in das Museum abgeben zu dürfen; aber vieles von alten Denkmälern, deren Abgüße für das Museum zu wünschen sind, ermangeln bis jetzt. Es wäre daher höchst nöthig daß ein Fond für eine Reihe von Jahren etwa 1,500 bis 2000 reichsthaler des Jahrs, für solchen Zweck bestimmt, und hiervon die Auswahl der Gegenstände, an die Commißarien überwiesen würde.

Siebentens: Ein ähnliches Verfahren wäre auch in Beziehung der neuern Sculpturen einzuschlagen, denn vortrefflich wäre es, wenn in dem Museo eine Sammlung von | 18 Sculpturen vorhanden wäre, welche auf eine ähnliche Weise, wie bei der Malerey, den geschichtlichen Zustand der neuern Sculptur vor Augen stellten. - Original-Sculpturen in Marmor oder Erz von bedeutenden Meistern sind aber sehr selten zu kaufen; allein hier könnten fast eben so gut Gipsabgüße aushelfen; und daher wäre es gleichfalls sehr wünschenswerth, daß auch hierfür ein kleiner Fond auf eine Reihe von Jahren ausgemittelt würde, um solche Abgüße für das Museum kommen zu laßen. Doch so intereßant und belehrend auch eine solche Sammlung wäre, so kann die Commißion doch nur zuletzt auf solche antragen.

Nur Vollmachten von gedachter Art und concentrirte Maaßregeln können die Commißarien in Stand setzen, wirksam das so vielseitig zu berücksichtigende Geschäft zu betreiben, und ehrenvoll zu vollenden.

Die größte Oeconomie bei Verwendung der Kosten für die mannigfaltigen hier ausgesprochenen inneren Einrichtungen und Anordnungen der verschiedenen Sammlungen des Museums, | 19 werden sich die Commißarien zur ersten Pflicht machen.

[gez.] Schinkel. [gez.] Hirt