Die Commission über den Auftrag vom 23ten dies, das Gemälde von Perugino zu erhandeln, sehr erfreut, hat keinen Augenblick gesäumt, die nöthigen Schritte hierwegen zu thun; aber mit Bedauern muß dieselbe zur Kenntniß Ew. Excellenz bringen, daß das Bemühen zu spät war. Das Gemälde ist bereits von hier abgegangen, und wie es scheint unwiederruflich. Ich lege die Antwort der Madame Spontini im Original bey.

Die Commission ist ferner nicht ohne Sorgen, daß es auf eine ähnliche Weise mit dem oft besprochenen Gemälde des Roger van der Weide bey Bettendorf in Achen ergehe; nämlich daß es durch Zaudern auch in die Hände der Engländer falle.

Als ich neulich Ser Mayestät unsere große Sammlung - das erstemal - zu zeigen die Ehre hatte, und allerhöchstsie darüber sehr vergnügt schienen; so nahm ich die Gelegenheit wahr, mündlich über die Wichtigkeit dieser Acquisition ein Wort zu sprechen, was Se Mayestät - zwar scherzend - wohl aufzunehmen schienen, und beym Weggehen wiederholten: "Das Gemälde in Achen werde ich sehen, mir von Bettendorf schenken zu laßen." Die Commission bemerkt dies mit der gehorsamsten Bitte, daß Ew. Excellenz auch iezt von Ihrer Seite auf's Neue Ihre kräftige Verwendung eintreten laßen.

Berlin den 25ten August 1824.

Hirt.