Der In lateinischer SchriftDirector der Academisch Architectonischen Lehr Anstalt Herr Ober Bau Rath In lateinischer SchriftBecherer hat mir den Wunsch der Hochzuverehrenden Herrn Comissari Eines Hochlöblichen In lateinischer SchriftCuratoriums königlicher In lateinischer SchriftAcademie, bekandt gemacht, die mir gütigst vorgelegten Fragen selbst zu beantworten, welches ich hiedurch zu vollziehn die Ehre habe.

ad 1. Der Theil meines Unterrichts bezieht sich bloß auf der [!] In lateinischer SchriftArchitectonischen Classe.

ad 2. Die Hülfsmittel beim Unterricht bestehn aus Zeichnungen, Kupferstichen und In lateinischer SchriftModellen; doch wäre ihre Anzahl zu vergrößern und auch zu verbessern höchst nötig.

ad 3. Der Mittwoch und Sonabend Nachmittag von 2 bis 4 Uhr waren die Stunden meines Unterrichts, und dauerte die 6 Wintermonate vom 1.ten October bis ultimo Märtz.
Die Anzahl der Schüler war an dießen Tage vermindert, weil viele der Zöglinge so die andern Tage dieße Classe besuchten, die [!] Zeichen Schule beiwohnten.

ad 4. Zu Ende der Lehrzeit jedes Jahres | 2 fertigen die Schüler Probe Zeichnungen, welche meines Wissens durch den In lateinischer SchriftDirector Herrn p In lateinischer SchriftBecherer dem Hochlöblichen In lateinischer SchriftCuratorium vorgelegt werden.

ad 5. Solte es bei dießer Lehr Anstalt beim vorgesezten Ziel bleiben, so wüßte ich keine wesentliche Verbeßerung Vorschläge zu machen.

Berlin den 30.ten Märtz 1798.

Schlatzer.