Da das gestrige Circular, nach welchem die Classe die Idee zu einer Die Medaille auf den Fürstenkongress in Aachen 1818 wurde von dem Medailleur Henri Francois Brandt (1789-1845), Erster Medailleur an der Königl. Münze und Professor der Gewerbeakademie zu Berlin, in Gold, Silber und Bronze ausgeführt. Sie zeigt - nach dem Vorschlag von Hirt - die sitzende Stadtgöttin mit dem Modell des Aachener Münsters und einem langen Zepter, auf einem Thron mit dem Bild der Hygieia sitzend. Am Sockel: BRANDT. F.; darunter dreizeilig: AQVIS CAROLI MAGNI / MENSE OCTOBRI / MDCCCXVIII. - Die Kehrseite zeigt, abweichend von den Vorschlägen der histor.-philolog. Klasse: Rutenbündel in Lorbeerkranz mit den Wappen der fünf Großmächte Preußen, Österreich, Rußland, Frankreich und England und der Umschrift: CONCORDIA INTER CHRISTIANOS EUROPAE PRINCIPES PACTA (nach: Aachener Münzen; dort auch eine Abbildung der Bronzemedaille 1818. - Siehe auch: Heinrich Eduard Bolzenthal: Denkmünzen zur Geschichte [...] des Königs von Preussen Friedrich Wilhelm III, Berlin 1834, nr. 92. - Ein Exemplar dieser Münze befand sich in Goethes Besitz (Schuchardt, Goethe's Kunstsammlungen, Jena 1848, Nr. 1579).
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Schaumünze
auf den Der Monarchenkongress fand vom 29. September bis zum 21. November 1818 in Aachen statt anlässlich des fünften Jahrestages der Völkerschlacht bei Leipzig. Teilnehmer waren die Alliierten Sieger Österreich, Preußen und Russland, außerdem Großbritannien und Frankreich. Die Vertreter der Länder waren Zar Alexander I. begleitet von Karl Robert von Nesselrode, König Friedrich Wilhelm III. von Preußen, Kaiser Franz I. von Österreich begleitet von Christian Günther Graf Bernstorff, Clemens Wenzel Lothar Fürst von Metternich und Karl August Fürst von Hardenberg, zudem als Vertreter Englands Arthur Wellesley Wellington und Robert Castlereagh sowie für Frankreich Armand Emmanuel du Plessis, Herzog von Richelieu. Ziel des Kongresses war die Rückkehr Frankreichs nach der napoleonischen Herrschaft in den Kreis der europäischen Großmächte. Am 15. November 1818 wurde das Aachener Protokoll verabschiedet. "Die am 21. November 1818 angenommene Deklaration verkündete die Solidarität der Kongressteilnehmer zur Gewährleistung der Ruhe, des Glaubens und der Sittlichkeit, die 'durch das Unglück der Zeiten erschüttert' worden seien." Eine Denkschrift des Zaren "Über den gegenwärtigen Zustand Deutschlands" "gab den Anstoß zu den Karlsbader Beschlüssen und den Demagogenverfolgungen" (Wikipedia-Artikel, Version vom 04.07.2019).
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Achner Congress
entwerfen soll, ein citissime ist, und ich mich noch in einem Zustande befinde, der mich nichts viel Beßeres unternehmen läßt; so diente es mir zur Zerstreuung, dasjenige, was mir eben einfiel, zu entwerfen, und es durch Nicht bekannt. - Die in den Akten auf Bl. 31 überlieferte Skizze entspricht nicht der Beschreibung Hirts, wie auch die zugehörige Beschreibung nicht von seiner Hand stammt.
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eine Skizze
etwas anschaulicher zu machen. Ich laße diesen Entwurf sogleich bey meinen Herrn Collegen circuliren, damit ein jeder dadurch aufgefordert werde, nicht nur seine Ansichten über Vorliegendes zu bemerken, sondern auch eigene Entwürfe zu machen. - wenn dann der H. Secretar uns wegen dieses Geschäftes zu einer Classensizung bescheidet, so möchte man sich dann bald über ein Zubestimmendes entscheiden.

Die vorderseite zeigt die Köpfe der Friedrich Wilhelm III. von Preußen, Alexander I. von Rußland, Franz I. von Österreich.
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drey Fürsten
, die in Person sich mit ihren Ministern einfanden . Sie verdienen also vorzugsweise hier zu erscheinen, ganz einfach nach antiker art und bloß mit dem Namen unter jedem Kopfe. Die Inschrift . Consensus Principum scheint mir das Einfachste.

Die Kehrseite stellt die Stadt Achen figürlich dar mit der Mauerkrone auf dem Kopfe, den ehemaligen Kaiserstab in der Linken haltend, und auf der Rechten die noch vorhandene Palastkapelle Carl des Großen, über deren Runddachung das Bild der Maria, welcher die Capelle geweiht war, sizend erscheint. Mir scheint diese Prachtcapelle das beste Symbol für die Figur. Die Unterschrift: Firmatis concordiae pactis inter christianos Europae principes: wählte ich, weil Pax und Concordia durch die vorigen Verträge schon da waren, iezt aber neue Bekräftigung und Verstärkung fanden. | 2

- die Worte: inter christianos Europae principes - zielen auf die Theilnahme aller großen Europäischen Fürsten dabey, nämlich christlichen. [Dazu ist mit Einfügungszeichen von anderer Hand (Uhden?) vermerkt: "In der Angabe des Orts hat der Entwerfer es gewagt die Stadt Achen durch den Namen Aquae Caroli Magni zu bezeichnen. Sollte dies nicht angenommen werden, so bliebe es bei dem gewöhnlichen Namen Also: Aquis grani Mense Octo[b]ri MDCCCXVIII"]

Im Abschnitt: ist der Ort, Monat u. Jahr angedeutet. übrigens dürfte die Münze, als Denkmal eines merkwürdigen Vorganges, nicht leicht kleiner werden, als sie die Skizze darstellt.

Berlin den 15ten Nov. 19.

Hirt. | 3

Auf den folgenden Seiten finden sich die Meinungen anderer Klassenmitglieder sowie eine Entwurfsskizze:

Abschrift des Protokolls der historisch-philologischen Klasse vom [ ] 1819. Die Klasse besprach sich über eine vom Könige von der Akademie verlangten Entwurf zu einer Schaumünze auf den Congreß zu Aachen. Die Kehrseite, von Hn: Hirt entworfen, ward angenommen; doch die Inschrift von Hn: Wilken zur Wahl beizulegen beschlossen. Die Vorderseite (3 Bildniße) ward nur eventualiter angenommen, und daneben zur Wahl eine andere von Hn: Uhden vorgeschlagene (5 Schilde ins Kreuz) beigefügt. | 4

Die Hist. Philologische Klasse hat dem ihr gewordenen Auftrage gemäß die auf den Congreß von Achen zu entwerfende Medaille in Betrachtung genommen. In Gefolg davon ist eine Zeichnung für die Kehrseite einstimmig angenommen worden: über die Vorderseite aber glaubte die Klasse nicht entscheiden zu können welche Mächte auf derselben ausdrüklich angegeben sein sollten. Die Zeichnung welche nebst der dazu gehörigen Erklärung hier beiliegt enthält, außer der angenommenen Kehrseite, die Vorderseite mit den Bildnissen der Monarchen von Oestreich Rußland u. Preußen. Was die Umschrift betrifft so schien jedoch die Klasse eine andre: Aequitate Securitas publica perpetuata vielleicht den Vorzug zu verdienen. Ein andrer Vorschlag aber schien auch Rüksicht zu verdienen nach welchem Fünf Schilde in folgender Ordnung England Rußl. Preuß. Oestr NB. die Schilde oval zu machen Frankr

jeder das Wapen der hier darin geschriebnen Mächte enthalten sollte. - Die Klasse glaubt die Wahl zwischen diesen beiden Vorschlägen einzig der Allerhöchsten Entscheidung überlassen zu müssen. | 5

Entwurfsskizze. Darunter die Beschreibung:

Auf der Vorderseite: Concordia principum Auf der Kehrseite: Aequitate securitas publica perpetuata. In dem Abschnitte: In conventa Aquisgranensi mense Octobri MDCCCXVIII.