Gnädiger Herr!

Durch die Zuschrift Ew. Excellenz vom 22ten Juny 1824 sehe ich recht gut ein, daß unter den obwaltenden Umständen ich mich noch einmal einer Revision der in den königlichen Schlößern vorhandenen Antiken zu unterziehen habe, so wenig erfreulich es auch ist, Aufgezeichnetes noch einmal aufzuzeichnen.

Unglücklicher weise kann ich die Verzeichniße, nach welchen ich früher meine Eingabe machte, unter meinen Papieren nicht mehr herausfinden; und um die Arbeit nicht ganz wieder von vorn zu beginnen, würde ich gehorsamst bitten, mir meine frühere Eingabe zukommen zu laßen. Ich würde sie dann sogleich wieder zurücksenden.

Ferner muß ich wünschen, daß mich Herr Professor Rauch auch diesmal bey meinen Excursionen begleite, damit auch er in Beziehung auf Restauration das Nöthige bemerke.

Dann wäre es für mich sehr wünschenswerth, wenn die Tour nach Potsdam noch einigen Aufschub erleiden könnte, indem ich gerade in einer Kur begriffen bin, um mich von einem lästigen Rheumatismus im rechten Arme und in den Hüften zu befreyen, den ich mir vorigen Herbst bey den Arbeiten in der Sollyschen Sammlung zuzog. Doch ist | 2 eilige Beschleunigung nöthig; so soll die Unterbrechung der Kur nicht hindern, mich der Arbeit sogleich zu unterziehen.

Ferner darf ich nicht ferner verschweigen, daß die Touren nach Potsdam u. Charlottenburg nicht ohne Unkosten zu machen sind. jene frühern haben mich 36 reichstaler gekostet (ich legte nämlich zugleich für meine Begleiter, p. Rauch und Kuhbeil aus), wofür ich keinen Ersatz erhalten; und diese iezt zu machenden Touren fordern neue Auslagen. Ich bin für jene frühern um keine Rückerstattung eingekommen, weil ich so was nicht gerne thue. Aber ähnliche Auslagen noch einmal zu machen würde für meinen Beutel zu viel seyn.

Ich bitte ganz gehorsamst um gnädige Antwort, wornach ich sogleich die erforderlichen Anstalten treffen werde.

Berlin den 25 Juny 1824.

Hirt.