An / die Herren Geheimer Oberbaurath / Schinkel und Hofrath Hirt, / Hochwohl- und Wohlgeboren.

Berlin, den 23. Jun. 1825.

Der Kunsthändler Jacoby, unter den Linden 35, hat bei Seiner Majestät dem Könige, den beiligenden, an mich überwiesenen Verzeichniss der Gemälde-Sammlung von Ludwig David Jacoby, Kunsthändler in Berlin. Berlin 1825. Digitalisat
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Catalog seiner Gemälde
eingereicht, und mir ebenfalls ein solches Verzeichniß zur nähern Berüksichtigung derselben zugeschikt. Ew. Hochwohl- und Wohlgeboren ersuche ich ergebenst, mich benachrichtigen zu wollen: ob sich darunter Sachen befinden, deren Von der Museumskommission nicht empfohlen. - Jacoby hatte dem König bereits mehrfach Gemälde aus seinem Bestand zum Kauf angeboten, so 1803 "eine kleine Auswahl ausgesuchter" Gemälde, 1816 Ölgemälde älteren und mittleren Zeitalters, 1819 mehrere ältere und neuere Gemälde und nun 1825 seine eigene, italienisch-niederländisch-deutsche Gemäldesammlung (zitiert nach Skwirblies; 2017, S. 506 und 380) - Weiteres zum Geschäftsgebaren Jacobys ebd., besonders S. 380 ff.
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Ankauf
für das Königliche Museum zu berüksichtigen ist und ob eventuell mit dem p Jacoby über angemessene Preise unterhandelt werden kann.

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[Schreiben Altensteins an den Kunsthändler Jacoby, Berlin, 23. Juni 1825:]

An den Kunsthändler, Herrn Jacoby, / Linden, 53[!].

Ich danke Ihnen verbindlichst für die Mittheilung des Verzeichniße[s] Ihrer intereßanten Gemäldesammlung, wovon ich, sobald es meine Zeit erlaubt, gerne selbst nähere Kenntniß nehmen werde. Der von Ihnen bei Seiner Majestät dem Könige eingereichte Catalog ist an mich, ohne weitere Bestimmung überwiesen. Die Commißion zur Einrichtung des Königlichen Museums habe ich veranlaßt, ihr Gutachten abzugeben, welche Gemälde sich zur Aufnahme in die Königl. Gallerie eignen, worauf ich Seiner Majestät das Erforderliche vortragen werde.
(Namens Sr. Excellenz) [gez.] A[ltenstein]