1Alle Texte werden diplomatisch getreu ediert und so kommentiert, dass ihr Verständnis gewährleistet ist. Kommentierte Personen-, Orts-, Werk- und Objektregister ergänzen die Anmerkungen. Die Quellen werden nach einheitlichen Regeln textkritisch ediert und TEI-konform kodiert. Alle Texte sind mit Metadaten versehen und durch die Vergabe von Normdaten für Personen, Orte und Kunstobjekte - die Briefe zusätzlich durch einen Stellenkommentar - erschlossen.

2A. Die Briefe

3Erfasst werden alle überlieferten handschriftlichen und gedruckten Textzeugen. Alle Briefe von und an Hirt werden in chronologischer Folge vollständig und buchstabengetreu wiedergegeben. Um dem tatsächlich geführten Briefwechsel so nahe wie möglich zu kommen, werden auch erschlossene Briefe aufgenommen, die nicht überliefert, aber eindeutig bezeugt sind. An erster Stelle werden die Überlieferungsgeschichte der Handschriften bzw. Drucke dargestellt und die Textzeugen beschrieben. Zudem werden historische und mythologische Personen, Werke, Orte und Kunstobjekte elektronisch ausgezeichnet und kommentiert. In einem ausführlichen Sachkommentar werden die Briefe inhaltlich kontextualisiert und die Auszeichnungen in ein Register überführt. Die XML-Auszeichnungen ermöglichen zahlreiche Suchfunktionen und erleichtern insgesamt die wissenschaftliche Recherche. Die Kommentare dienen dem historischen Verstehen der Briefe, nicht ihrer Interpretation. Sie sollen zum Verständnis der Briefinhalte beitragen, dem Nutzer Faktenmaterial und Literaturhinweise bereitstellen, um weitere Forschungen zu erleichtern. Dabei kann jedoch nicht auf fachliche Detailfragen zur Kunstgeschichte, Archäologie oder Altertumskunde eingegangen werden, deren Diskussion den entsprechenden Experten vorbehalten bleibt.

4Die Kopfzeile benennt den Briefempfänger (bzw. bei den wenigen überlieferten Briefen an Hirt den Briefschreiber), des Weiteren den Schreibort, das Schreibdatum und den Wochentag bzw. den Schreibzeitraum. Erschlossene Briefe sind durch eckige Klammern gekennzeichnet. Unterhalb des Briefkopfes sind die Textzeugen (Handschrift, Abschrift, Konzept, Druck) aufgeführt mit Besitznachweis und Signatur. In der Rubrik „Weitere Angaben zum Brief“ werden der Absender, der Schreibort, der Empfänger, der Empfangsort, gegebenenfalls Anmerkungen zum Brief sowie der vorausgehende und der nachfolgende Brief genannt. Soweit vorhanden ist vor dem Brieftext die Adresse wiedergegeben.

5Der originale Brieftext erscheint recte; Ergänzungen der Bearbeiterin kursiv. Korrekturen der Briefschreiber im Brieftext sind farbig markiert; die Art der Korrektur ist auf dem rechten Rand vermerkt.

6Personennamen, Orte, Werktitel und Objekte erscheinen farbig. Durch Anklicken des entsprechenden Namens gelangt man zu den kommentierten biographisch-/bibliographischen Angaben. Personen sind mit GNF-Nummern, Orte mit GeoNames-ID versehen, wodurch weitere Angaben aufgerufen werden können. Kunstobjekte sind oftmals mit einer Abbildung verlinkt.

7Briefstellen, die mit einem Sachkommentar versehen sind, sind hell-orange unterlegt. Durch Berührung mit dem Cursor färbt sich die Stelle dunkel-orange und der zugehörige Kommentar wird auf dem rechten Rand sichtbar.

8Schriftartwechsel im Brieftext (Antiqua oder Lateinisch) wird durch serifenlose Schrift wiedergegeben. Seitenumbrüche (Foliowechsel) werden am linken Rand durch die Seitenzahl sowie im Brieftext durch „|“ angezeigt. Mit „|“ sind weiterhin Zeilenumbrüche bei Adressen und Datierungen markiert; ebenso werden damit Absätze in gedruckten Texten oder in Briefen, die innerhalb von Sacherläuterungen wiedergegeben sind, gekennzeichnet.

9Der Text kann den Originalbrief nicht in allen Einzelheiten und Besonderheiten adäquat wiedergeben; bestimmte Normierungen sind unabdingbar. Diese betreffen jedoch nicht den Brieftext selbst, sondern lediglich das Erscheinungsbild. So wird zwar unterschieden, ob das Datum oben oder unten gesetzt wurde, nicht jedoch ob es links oder rechts steht. Zeilenumbrüche, beispielsweise bei Grußformeln, und Absätze im Brieftext werden wiedergegeben, nicht aber kleinere oder größere Respektsabstände oder auch Spatien (die eine Art Absatz markieren, der aber aus Platzersparnis nicht ausgeführt wurde). Abkürzungen und Ligaturen bei Währungsangaben (hauptsächlich „Reichstaler“) werden in normierter Form aufgelöst.

10Hingewiesen sei auf bestimmte Schwierigkeiten bei der Lesung von Hirts Handschrift. Oftmals ist eine Unterscheidung zwischen Groß- und Kleinschreibung nicht möglich (diese wurde auch häufig willkürlich gehandhabt), sodass im Zweifelsfall für die heute gebräuchliche Form entschieden wurde. Wenn jedoch eine Kleinschreibung beispielsweise am Satzanfang eindeutig ist, wurde diese (heute falsche) Schreibung beibehalten. Besonderheiten in Hirts Handschrift sind die fast durchgängige Schreibung von „ss“ als „ß“ und von „tz“ als „z“. Erscheint auch das hochgezogene „z“ auf den ersten Blick wie ein „tz“, so ist dies doch deutlich von einem ebenfalls, wenngleich seltener gebrauchten „tz“ unterscheidbar.

11B. Die Amtlichen Schriften

12Die Dokumente werden kritisch ediert, d. h. es werden alle überlieferten handschriftlichen und – soweit bekannt – alle gedruckten Textzeugen erfasst. Sie erscheinen in chronologischer Folge. Mit der Option „Nach Kategorien filtern“ ist das Filtern nach Institutionen bzw. Amtsbereichen (Akademie der Wissenschaften / Akademie der Künste / Bauakademie / Museumskommission / Sonstiges) möglich. Das Konvolut von ca. 470 amtlichen Schriften wird diplomatisch getreu ediert und so weit kommentiert, dass das Verständnis der Texte gewährleistet ist. Textgrundlage der Dienstkorrespondenz ist die ausgefertigte Fassung. Bei derselben werden jedoch nicht alle Aktenvermerke wiedergegeben (z. B. Vermerke zur Aktenablage durch Bearbeiter oder innerhalb einer Behörde), wohl aber Randverfügungen, Zuschreibungs-, Mundierungs- und Abgangsvermerke, die Aussagen zum Arbeitsablauf zulassen. Die amtlichen Schriften sind nur punktuell mit Stellenkommentaren versehen, interpretierende Erläuterungen entfallen; gegebenenfalls sind weitere diesbezügliche Texte als kommentierende Ergänzungen hinzugefügt. Erwähnte Personen, Orte, Objekte werden digital ausgezeichnet und die Auszeichnungen in Register überführt. Die XML-Auszeichnungen optimieren die Herstellung der Register und ermöglichen zahlreiche Suchfunktionen.

13Die zahlreichen Vorlesungen, die Hirt in der Akademie der Wissenschaften gehalten hat, sind teilweise in den Akademieabhandlungen, aber auch in anderen Periodika gedruckt. Da es sich ursprünglich um Vorträge in den Sitzungen und öffentlichen Veranstaltungen der Akademie handelte, er diese also in seiner Funktion als Ordentliches Mitglied ausgearbeitet und vorgetragen hat, wurden sie in die Edition aufgenommen. Die Originalmanuskripte sind nicht überliefert, lediglich die (höchstwahrscheinlich überarbeiteten, auch erweiterten) Druckfassungen u.a. in den „Abhandlungen“ der Akademie. Diese wurden von der Bibliothek der BBAW digitalisiert, sodass bei diesen Texten nur die Metadaten erstellt und ansonsten auf die digitalisierten Fassungen verlinkt wurde.

14Auch bei der amtlichen Korrespondenz sei auf Leseschwierigkeiten besonders bei Aktenabschriften hingewiesen, in denen vielfach Abkürzungen verwendet wurden und Randbemerkungen und Unterschriften nur als Kürzel erscheinen.

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16Die Bearbeiterin bittet um Entschuldigung, sollten nicht alle Drucke und Teilabdrucke, besonders bei den amtlichen Dokumenten, nachgewiesen worden sein. Diesbezügliche Fehlstellen können später noch ergänzt wie auch Korrekturen anderer Art vorgenommen werden. Für eine entsprechende Überarbeitung der Edition bittet die Bearbeiterin die Nutzer und Nutzerinnen der Website freundlichst um hilfreiche Unterstützung und wäre für sachdienliche Hinweise außerordentlich dankbar. Dies betrifft vor allem Hinweise auf mögliche neue Briefe und amtliche Dokumente, aber auch Ergänzungen zur Kommentierung.